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An der Aue in Rolfshagen laufen Probebohrungen /Äußeres Erscheinungsbild bleibt unverändert

Sandsteinbrücke wird für 440 000 Euro saniert

Rolfshagen (la). Der Landkreis Schaumburg will im nächsten Jahr entlang der Kreisstraße 74 drei Durchlässe sanieren. Einen an der Bernser Landwehr, wo der Bernser Bach die Kreisstraße kreuzt, einen zweiten südlich der Autobahn an der Unabhängigkeitsstraße und zum Dritten die Auebrücke in Rolfshagen im "Kühlen Grund". Insgesamt eine MillionEuro wurden für die drei Projekte veranschlagt.

Den größten Teil dieser Summe wird die Sanierung der Auebrücke, die unter Denkmalschutz steht, verschlingen. "Die Sandsteingewölbebrücke ist denkmalgeschützt, aber sanierungsbedürftig", erklärt Holger Eberhard vom Landkreis Schaumburg. Zurzeit dürften nur Lastwagen bis zwölf Tonnen Gewicht über die Brücke fahren. Für schwerere Fahrzeuge reiche die Statik nicht aus. Fugen seien ausgespült oder durch die Belastung gelockert, Steine gewandert. "Die Brücke ist für die heutigen Belastungen nicht gebaut worden. Wir müssen für mehr Stabilität sorgen", so Eberhard. Derzeit ist die Firma BBG aus Dresden mit Probebohrungen auf der Brücke beschäftigt. "Wir messen die Asphaltdicke und machen Bohrungen im Widerlager, um den Baugrund zu kontrollieren", erläutert Uwe Kreher von der Firma BBG. Verschiedene Eigenschaften der Widerlager, wie zum Beispiel die Tragfähigkeit, sollen so festgestellt werden. Auch Wasserproben werden entnommen. "In unserem Labor wird das Wasser auf Schadstoffe untersucht. Wir müssen ausschließen, dass Säuren oder anders belastetes Material von der alten Brücke in die Aue gelangen", sagt Kreher. Wenn hier im kommenden Jahr die Sanierungsarbeiten beginnen, ist geplant, die Brücke von oben zu verstärken. "Es werden Flügelmauern errichtet und dahinter Stahlbetonrahmen", erklärt Eberhard. Das äußere Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Sandsteingewölbebrücke bliebe so erhalten. "Die Brücke wird stabil wie eine neue, sieht aber aus wie eine alte Brücke", verspricht Eberhard.




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