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Iris Klöpper: "Wo die Haare hinfallen"

Salons jenseits des Figaro-Dreiklangs ins Bild gerückt

Bückeburg (bus). Die Bückeburger Fotografin Iris Klöpper hat ihre zweite Buchveröffentlichung vorgelegt. Nachdem die Freiberuflerin 2007 in ihrem Erstling mit "Menschen in Europa unterwegs" war, macht sie jetzt dort Station, "Wo die Haare hinfallen". Im Mittelpunkt des 189 Seiten umfassenden Werkes stehen Aufnahmen und Geschichten aus der Welt der Haardesigner.

Klöpper, seit 1996 mit eigenem Studio in Hannover ausgestattet, ist überwiegend in den Bereichen Business-Fotografie, Werbung und Porträt tätig. "Meine ganz persönliche Leidenschaft gehört unterdessen der künstlerischen Darstellung", erklärt die 44-Jährige. Wovon zahlreiche Einzelausstellungen wie "Lebensgeister", "Mit-Menschen", "Appetit auf Italien" und "L'Eau" (abstrakte Wasserbilder, die 1997 auch in der Volksbank Bückeburg zu sehen waren) Zeugnis ablegen. Die aktuelle Publikation (ISBN-Nummer 978-3-86634-632-1), zu der Berend Hartnagel die Texte beisteuert, offeriert Stippvisiten in 20 Salons, von denen die meisten bereits durch die Namensgebung auf reichlich kreative Köpfe schließen lassen. So macht der Betrachter/Leser Bekanntschaft mit den Häusern "Directors Cut", "Haarwerk", "Schrägschnitt", "Notaufnahme", und "Venus Frisierbar" - alles höchstindividuell gestaltete und geführte Etablissements, die den Kopfschmuck weit jenseits vom herkömmlichen Ur-Figaro-Dreiklang "waschen, legen, föhnen" hairstellen. "Leben, lieben, stylen", lautet beispielsweise das Motto im "CutClub". Der hannoversche Betrieb nimmt in der farbenfrohen Abteilung des Buches einen der vorderen Plätze ein, kann aber dem quietschbunten Unternehmen "Noemi& friends" (München) nicht ganz das Birkenwasser reichen. Andere Extreme bilden der mehr als 100 Jahre alte "Herrensalon Karin Pfeiffer" (Halle/Saale), der (die?) Schwermetallschuppen von Andreas Kriegseisen (München) und das "Olafson" (Paderborn). An der Pader kommt für den Meister der ökologischen Haarbehandlung Olaf R. der Begriff "Dauerwelle" fast einem Schimpfwort gleich. Der Haarpraktiker greift beim Streifzug durch den Kundenschopf auf eine Naturborstenbürste vom Wildschwein zurück. Hairschaftszeiten!




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