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Saisonbeginn: Freibad Bakede feiert 80-jähriges Bestehen

BAKEDE. Besseres Wetter hätten sich die Kämpfer für das Freibad Fischertal Bakede nicht wünschen können. Zur 80-Jahr-Feier fehlten dunkle Wolken in Gänze. Die waren in der Geschichte des Öfteren aufgezogen: Mehrfach drohte dem idyllischen Bad am Süntelrand das Aus, doch immer wieder wurde ein Rettungsanker geworfen.

Zur offiziellen Eröffnung der Freibadsaison sprangen unzählige Wasserratten ins Nicht-Schwimmer-Becken – vorne weg der kostümierte Vorsitzende des Fördervereins Torben Idensen. Foto: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

„Ich wünsche dem Freibad immer genügend Kämpfer“, sagte Heinz Busch in einer kurzen Laudatio: „Kämpfer, wie wir es damals waren.“ Er gehörte schließlich zu denen, die hautnah miterlebten, wie der Gemeinderat 1938 den Bau des Freibades beschlossen hat. „Ohne das Wirken von Albert Westphal gäbe es heute wahrscheinlich kein Bad“, erinnerte Busch an den einstigen Initiator. Einen Präsentkorb als Anerkennung erhielt der im vergangenen Jahr ausgeschiedene zweite Vorsitzende des Fördervereins Peter Meyer.

Rückblende: Im Jahre 1979 gab es den „Gau“. Eine Demonstration von Kindern und Jugendlichen sorgte für die Gründung eines Fördervereins, der einer von der Stadt hinter verschlossenem Vorhang längst entschiedenen Schließung eine Wende bescherte. Das Bad wurde nicht nur erhalten, sondern komplett saniert und wieder eröffnet.

Zwar haben die Ehrenamtlichen aus dem Förderverein jedes Jahr um eine ausgeglichene Bilanz zu kämpfen, das Kunststück gelingt aber dank der Unterstützung der Dorfgemeinschaft immer wieder. Das sonnige Wochenende sorgte jetzt auch für einen phänomenalen Start in die neue Saison. Bürgermeister Hartmut Büttner war mit seinen beiden Stellvertretern Uwe-Peter Keil und Peter Meyer zu Gast, aus Haddessen war der DLRG-Vorsitzende Herm Henkel gekommen, der Glück für die Zukunft wünschte. Henkel berichtete vom dortigen Süntelbad, das wie Bakede für eine gesicherte Zukunft kämpft.

Der Förderverein hatte ein reichhaltiges Angebot parat. Auf Kinder warteten Schminke und Spiele, auf alle Kaffee und Kuchen sowie musikalische Darbietungen vom Gospelchor „Masitis“, den der Dirigent Stefan Bothur am Schifferklavier begleitete. Der Feuerwehrmusikzug spielte unter der Leitung von Thomas Wickler ein Platzkonzert. Und als der Startschuss zur Eröffnung ertönte, sprangen unzählige Wasserratten unter den gut 300 Gästen ins Nicht-Schwimmer-Becken. Das hatte bereits angenehme 23 Grad erreicht, was einen neuen Rekord bedeutete. Eine große Tombola sorgte für viele glückliche Sieger. Größter Gewinner allerdings war das Freibad Fischertal selbst. Der Fördervereins-Vorsitzende Torben Idensen und seine Stellvertreterin Nadja Mensing zogen eine erste Bilanz: „Alles einfach nur toll. So kann es weitergehen“.



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