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Initiator von "Bückeburg - eine Stadt lässt sich typisieren" im Krankenhaus / Aktion geht weiter

Rückfall! Leukämie holt Jürgen Harmening ein

Bückeburg (rc). Hiobsbotschaft für Jürgen Harmening: Die Leukämie ist zurückgekehrt. Ab heute muss sich der Initiator de r Aktion "Bückeburg - eine Stadt lässt sich typisieren" erneut in diverse Kliniken begeben, steht erneut im Kampf gegen den heimtückischen Blutkrebs.

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"In der Hoffnung, Sie bald wiederzusehen", verabschiedet sich der ehemalige stellvertretende Bürgermeister und CDU-Fraktionschef vor seinem erneuten Klinikaufenthalt von allen, die die Aktion bisher mitgetragen haben und weiter mittragen werden. Und er hat dafür gesorgt, dass die Typisierungsaktion auf jeden Fall weitergeht und stattfinden wird. Als neuer Mitstreiter ist jetzt Prof. Dr. Heinrich Bodenstein aktiv mit an Bord, bis vor kurzem Chefarzt der Onkologie des Klinikums Minden. Denn wie formulierte es Jürgen Harmening im Gespräch mit unserer Zeitung: "An mir kann man es sehen, wie notwendig es ist, sich typisieren zu lassen. Ich habe das Glück im Unglück, dass mein Bruder als Stammzellenspender zur Verfügung steht. Andere sind sehr viel schlechter dran." Er erinnerte damit auch an das Schicksal eines Jugendbetreuers des VfL Bückeburgs, der bereits mehrere Chemotherapien über sich ergehen lassen musste, weil die Leukämie immer wieder zurückkehrte. Bisher konnte für ihn allerdings kein Stammzellenspender gefunden werden - ganz im Gegensatz zu Harmening. In den Kliniken wartet auf Harmening jetzt "das volle Programm". Noch heute wird er erneut einer Chemotherapie unterzogen. Mit Medikamenten wird im Mindener Klinikum von denÄrzten bewusst das Immunsystem des Körpers lahmgelegt und damit die Leukämie bekämpft. Gleichzeitig wird der Körper extrem anfällig für alle Arten von Infektionen und Pilzerkrankungen. Dies ist die kritische Phase. Häufig sterben Leukämie-Patienten an Infektionen, die sie sich während derChemotherapie zuziehen und die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verhindert werden können. Allerdings ist die Chemotherapie auch die Voraussetzung dafür, dass die Stammzellentransplantation durchgeführt werden kann. Denn erst wenn das Immunsystem des Körpers "lahmgelegt ist", können die gespendeten Stammzellen im neuen Körper ihr heilendes Werk beginnen: sich teilen und vermehren. Harmening wird für diese Transplantation in eine Spezialklinik in Münster verlegt. Hier vor Ort in Bückeburg läuft die Aktion derweil auf Hochtouren weiter. Mittlerweile sind mehr als 22 000 Euro an Spenden eingesammelt worden. Damit können sich 440 Bückeburger typisieren lassen, denn jede Typisierung kostet 50 Euro. Da sich nur potenzielle Spender im Alter zwischen 18 bis 55 Jahre typisieren lassen können, erinnerte Harmening die älteren Bewohner Bückeburgs an die Übernahme von Patenschaften: Durch eine Spende von 50 Eurokönnen sich andere wie etwa ganze Familien typisieren lassen. Und - ganz wichtig: Egal, wer am Sonnabend, 19. April von elf bis 16 Uhr zur Typisierung ins Palais kommt: Er muss dafür auf keinen Fall bezahlen! Wer die 50 Euro selbst bezahlt, hilft natürlich der Aktion. Noch einmal die wichtigsten Daten: Spendenkonto: DKMS, Kto.-Nr.: 321 910 200, Sparkasse Schaumburg, Bankleitzahl 255 514 80 (Spendenquittungen stellt die DKMS aus). Die Ansprechpartner: Angela Hagel, Telefon: (0 57 22) 2 55 67, "angelahagel@teleos- web.de"; Rüdiger Maxin: (0 57 22) 28 92 35, "maxin@blindow-online.de"; Martin Brand: (0 57 22) 201-311, "martin.brandt@ spk-schaumburg.de"; Prof. Heinrich Bodenstein: (0 57 22) 2 48 58, "hbodenstei@aol. com".



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