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Landwirte erwarten Veränderung am Markt durch Wegfall der Quote

Rübenbauern fürchten Preisverfall

Tündern. Was die Milchbauern gerade hinter sich haben, steht den Rübenbauern im Raum Weser-Lippe noch bevor: Nach der Kampagne 2016 fällt die Rübenanbauquote weg. Wie die Landwirte mit der Situation umgehen, war Thema beim Zuckerrübenfeldtag in Tündern.

Mit dem Wegfall der Quote „werden sich die Märkte neu sortieren“, sagte Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender vom Verband der Rübenbauern im Lippe-Weser Raum e. V. Der Verband sieht dennoch auch Chancen, wenn die Quote wegfällt. Unter Druck seien die Rübenanbauer aber schon jetzt, unterstrich der stellvertretende Vorsitzende Tillmann Vetter aus Lemgo-Matorf. Nach relativ guten Preisen in den vergangenen Jahren werden diese wohl sinken. Und: „Die Kosten laufen uns davon“, überdies gebe es mehr Einschränkungen, etwa bei den Auflagen, wie Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden dürfen. Deshalb sei es so wichtig, die Effizienz zu steigern. Und so informierten sich die etwa 120 Rübenbauern auf dem Betrieb von Karl-Friedrich Meyer auch über Sorten, die weniger Pflanzenschutzmittel brauchen, wie Dr. Brinker, Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Lagenser Werk von Pfeifer & Langen, erläuterte. Der Zuckerhersteller als Abnehmer hatte den Feldtag mit dem Anbauerverband organisiert. Dort konnten die Landwirte etwa zehn Sorten begutachten, genauso wie den Einsatz von unterschiedlichen Spritzmitteln auf Versuchsflächen. Der Feldtag ist für die Besucher auch ein Forum zum Erfahrungsaustausch. Es gehe darum, die Erträge zu erhöhen, wie Tillmann Vetter sagte. „Deswegen sind wir froh, dass viele Züchtungen so erfolgreich sind.“ Denn bei kaum einer Feldfrucht habe es in den vergangenen Jahren so starke Zuwächse gegeben wie bei der Zuckerrübe. „Sie sind deutlich gestiegen“, brachte es Dr. Brinker auf den Punkt. So ernteten die rund 750 Rübenbauer im vorigen Jahr 870 000 Tonnen. Das war nach Meyers Angaben ein sehr hoher Wert. Wegen des bislang ungünstigen Wetters mit vielen Extremen beim Niederschlag sei für 2015 mit nicht so guten Erträgen zu rechnen.




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