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Rote Schule: DRK Bad Münder will Gebäude behalten

BAD MÜNDER. Es gibt viel zu tun in und an der Roten Schule: Die Stufen sind ausgetreten, der Putz bröckelt, die Farbe blättert ab. Nur: Getan wird nichts, kritisieren ehemalige Spitzenkräfte des DRK-Ortsverbands. Allen voran: Helmut Fasse, Ehrenvorsitzender.
„Ein trauriger Anblick“, schimpft Fasse.

Markante Fassade: Das Eingangsportal der Roten Schule. Foto: Wurtmann

Autor:

Thora Wurtmann Und Benedikt Dittrich

„Nicht einmal die Fenster werden mehr gestrichen“ empört sich der Ehrenvorsitzende. Er hält nichts von einem Verkauf des Gebäudes, wie es der Kreisverband immer wieder überlegt, sondern sieht das Problem letztlich in der Instandhaltung des Hauses. „Es ist wie bei jedem Haus: Wenn man gar nichts macht, verfällt es“, poltert der langjährige Ortsverbands-Vorsitzende und nimmt den Kreisverband in die Pflicht.

Angestoßen hatte das Thema die aktuelle Vorsitzende Regina Seifert: Als sie auf das DRK-Gebäude zu sprechen kommt, macht sich unter den Mitgliedern Unruhe breit. Es ist ein unangenehmes Thema, das Seifert auf die Tagesordnung der Jahresversammlung gesetzt hat.

Auch Dietmar Rabe, ehemaliger Vorsitzender des Bereitschaftsdienstes des Roten Kreuzes in Bad Münder ging in die Offensive: Es müsse unbedingt eine Unterbringungsmöglichkeit für die Einsatzfahrzeuge des Bereitschaftsdienstes geben. Feldbetten, Decken und Hygienematerial, die derzeit in den Fahrzeugen untergebracht sind, könnten feucht werden und verschimmeln kritisiert er. Die Fahrzeuge werden derzeit zu einem Großteil im Freien geparkt und sind damit der Witterung ausgesetzt.

Am besten wäre aus Sicht des Ortsverbands eine Grundsanierung der Roten Schule – denn eines wurde bei der Versammlung im Tuspo-Vereinsheim deutlich: Der Ortsverband möchte das Gebäude an der Angerstraße behalten. Das ist allerdings nicht so leicht, denn die ehemalige Schule ist denkmalgeschützt, die Auflagen treiben die Sanierungskosten in die Höhe – und Stellplätze für die Fahrzeuge fehlen dann nach wie vor.

Dieser Probleme ist man sich auch beim Kreisverband Hameln-Pyrmont bewusst. Kreisvorstandsmitglied Andreas Besser weist allerdings auf Nachfrage der NDZ auf die hohen Renovierungskosten der Roten Schule hin: „Wir reden da von mehreren hundertausend Euro.“ Das wiederrum weiß auch der Ortsverband, der deswegen bereits Geld zurückgelegt hat, um sich an der Sanierung des Gebäudes zu beteiligen.

Auf dem Gelände links neben der Roten Schule könnte für die Fahrzeuge eine Leichtbauhalle errichtet werden, ließ Besser durchblicken: „Es würde eng werden, aber da würden wohl alle Fahrzeuge reinpassen.“ Das Grundstück, auf dem früher mal eine Sporthalle stand, gehört dem DRK bereits.

Besser macht aber keinen Hehl daraus, dass ein Verkauf der Schule die bessere Option wäre. Nur gebe es derzeit keine passenden Immobilien in Bad Münder. „Wir entwerfen gerade einen Plan über mehrere Jahre, wie die Rote Schule nach und nach saniert werden könnte.“

Klar sei, dass es bald eine Lösung geben müsse. „Die Bereitschaft in Bad Münder leistet hervorragende Arbeit“, lobt Besser. Insofern hätten die Helfer vor Ort Klarheit verdient. Auch die Ortsbürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Petra Joumaah (CDU) würdigte bei der Versammlung das ehrenamtliche Engagement und hob vor allem den Einsatz bei der Flüchtlingsbetreuung hervor: „Was ihr da geleistet habt, professionell!“ lobte Joumaah das mündersche DRK-Personal.

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