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Edeka gibt Vorhaben keine Chance - und hält an Bad Eilsen fest

Rolfshagener Pläne ohne Einfluss auf Neukauf-Projekt

Bad Eilsen/Rolfshagen (tw).

Das Bemühen der Wählergemeinschaft Auetal (WGA) an der L 442 zwischen Buchholz und Rolfshagen einen Nahversorger mit Komplettsortiment anzusiedeln, wird keine Auswirkungen auf die Pläne für den Bau eines Edeka Neukaufs in Bad Eilsen haben. Das erklärte jetzt Andreas Stegemann, Geschäftsführer Edeka-MIHA-Immobilien-Servive, auf Anfrage der Landes-Zeit ung. Stegemann tritt damit Gerüchten entgegen, die nach Bekanntgabe der WGA-Pläne im Kurort im Umlauf sind. Diese Gerüchte besagen, Edeka habe sich angesichts der anhaltenden Verschleppung der nötigen B-Planänderung für das Areal der Schaumburg-Klinik inzwischen von Bad Eilsen abgewandt - und wolle den Neukauf stattdessenunterhalb der "Süßen Mutter" (selber) bauen. "Das", sagt der Edeka-Immobilien-Chef, "ist Unsinn". Die Pläne des Konzern zielten und zielen auf das Einzugsgebiet der Samtgemeinde Eilsen ab. "Da liegt Rolfshagen gar nicht und Buchholz nur am Rande drin." Stegemann glaubt auch nicht, dass es der WGA gelingen wird,überhaupt einen Investor für den Standort an der L 442 zu finden, denn: "Ein Vollversorger, der sich allein auf Rolfshagen, Buchholz und den Durchgangsverkehr stützt, hat keine Zukunft." Die "Zentralität", die in Bad Eilsen gegeben sei, fehle. Der Edeka-Immobilien-Chef geht sogar noch einen Schritt weiter - und spricht angesichts einer etwaigen Ansiedlungsentscheidung von "unternehmerischen Selbstmord". Mit Blick auf die bevorstehende Ratssitzung, während der am Montag, 14. April, ab 19 Uhr im Haus des Gastes faktisch über das Edeka-Vorhaben beschlossen werden soll, erwartet Stegemann nunmehr - endlich - "die Entscheidung". Soll heißen: Planer Thomas Zerner (ILE-X, Bückeburg) müsse eine Vorlage auf den Tisch legen, die auch "tatsächlich beschlussfähig ist". Sollte es bei der Zusammenkunft zu einem Votum kommen, bei dem der B-Plan Nr. 19 "Arensburger Straße" im Sinne der Edeka geändert wird, hat der MIHA-Immobilien-Geschäftsführer folgenden "Turbo"-Zeitplan im Kopf: "Wollen wir das für uns wichtige Weihnachtsgeschäft mitnehmen, muss bis Ende Juni das O.K. der Behörden vorliegen. Dann könnten wir Mitte November und damit noch rechtzeitig eröffnen." Gelinge es dagegen nicht, den Turbo-Gang einzulegen - "dann", sagt Stegemann, "wird es mit einer Eröffnung des Marktes 2008 nichts mehr werden." Denn die "normale" Zeitrechnung ist nach einem Ja zum Markt die: drei Monate Baugenehmigungsphase, ein Monat öffentliche Auslegung, fünf Monate Bauzeit. Macht summa summarum neun Monate. "Dann", rechnet der Edeka-Immobilien-Chef, "hätten wir bereitsJanuar 2009". Doch auch das mache nichts: "Wir bleiben in Sachen Neukauf in Bad Eilsen am Ball. Wir haben uns das Baugrundstück langfristig gesichert. Und wir werden nicht davon ablassen", stellt Stegemann unmissverständlich klar. Hintergrund: Wie am 2. April auf der Auetal-Seite der Landes-Zeitung berichtet, hat die WGA an die Gemeinde Auetal den Antrag gestellt zu prüfen, ob das Gelände an der L 442 zwischen Rolfshagen und Buchholz baurechtlich für einen Verbrauchermarkt zur Verfügung steht. Falls dies so ist, soll nach einem Investor gesucht werden. Die Politiker wollen in jedem Fall einen Nahversorger mit Komplettsortiment auf das Gelände bekommen - und keinen Tante-Emma-Laden.



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