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Einwohner können sich fünf Rotts anschließen / Dorfgemeinschaft soll gefördert werden

Rolfshäger "rotten" sich fürs Fest zusammen

Rolfshagen (la). Rolfshagen feiert in diesem Jahr sein 700-jähriges Bestehen mit einem großen Fest und der historischen Napoleonschlacht. Um möglichst viele Einwohner beim Fest mitwirken zu lassen und die Dorfgemeinschaft zu fördern, werden jetzt Rotts gebildet. "Die Idee hatten wir bereits vor zwei Jahren, aber leider schafften es da nur die Frauen, ein Weiber-Rott zu gründen. Jetzt haben wir einen zweiten Versuch gestartet und sind sehr zuversichtlich, dass es uns gelingt mehr als 20 Bürger für jedes der fünf Rotts zu gewinnen", sagte Hauptinitiator Kay-Uwe Wiechmann.

Die Rottführer Willi Bredemeier (v.l.), Kay-Uwe Wiechmann, Silke

Gegründet werden sollen das Welle-Mitteldorf-Rott, das Siedlungsrott, das Rott Kühler Grund und die Königsgarde. Dazu kommt natürlich das Weiber-Rott, dass seit zwei Jahren besteht. Die Rolfshagener Bürger können frei wählen, welchem Rott sie sich anschließen. "Es ist völlig egal, wo jemand wohnt", stellt Wiechmann klar. Einige Rotts haben sich bereits das erste Mal getroffen. So die Königsgarde, deren Rott-Führer Mario Cascino ist. Beim ersten Treffen des Welle-Mitteldorf-Rotts, das von Willi Bredemeier angeführt wird, kamen 20 Einwohner. Der nächste Termin ist am Sonntag, 6. Mai, um 11 Uhr. Bei Willi Bredemeier, Welle 17 in Rolfshagen, soll gemeinsam gegrillt werden. Neue Rottmitglieder sind herzlich willkommen. Auch das Rott Kühler Grund hat sich bereits einmal getroffen, und auch hier waren rund 20 Einwohner dabei. Das Rott möchte zum Festumzug einen Wagen schmücken. Wer dabei sein möchte, kann zum nächsten Treffen am Montag, 7. Mai, um 19.30 Uhr ins Gasthaus "Kühler Grund" kommen. Rottführerin ist Edelgard Töpfer. Erstmals trifft sich am Donnerstag, 17. Mai (Himmelfahrt), das Siedlungs-Rott. Treffpunkt zur Gründung der Rottgemeinschaft Siedlung, Borsteler Bruch, Reihe und Ostereiche, ist ab 11 Uhr der Spielplatz Lindenweg/Borsteler Bruch. "Wir hoffen, dass möglichst viele Einwohner, auch aus Borstel, kommen", so Rottführer Rüdiger Teich, der schon mächtig Werbung für das Rott macht. Das Weiberrott hat schon Erfahrungen gesammelt und besteht bereits aus einer ansehnlichen Gruppe von Frauen im Alter ab 16 Jahren. Wer noch dabei sein möchte, sollte zum großen Weiberrott-Treffen am Sonnabend, 2. Juni, von 15 bis 18 Uhr auf dem Schulhof in Rolfshagen kommen. Bei dem Fest, dass dort veranstaltet wird, sorgen die Schaumburger Trachtenkapelle und ein DJ für musikalische Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Karten für das "Weiberrott-Fest" gibt es für 20 Euro (inklusive Essen und Getränke) nur im Vorverkauf bei Rottführerin Silke Tadge, (05753) 9 21 25, bei Tanja Fischer, (05753) 96 04 66, Andrea Wiechmann, (05753) 12 17, oder im Kindergarten Rolfshagen. Nach dem Fest geht es zum Anschießen. Der 2. Juni ist für alle Rotts der offizielle Start in die Festtage. Nachmittags organisiert jedes Rott für sich ein gemütliches Beisammensein oder ein Fest, und zum Anschießen um 19 Uhr im Schützenhaus treffen sich dann erstmals alle fünf Rotts. Der zweite Termin, den die Rotts gemeinsam wahrnehmen wollen, ist das Königsschießen am Sonntag, 10. Juni. Am Hauptfesttag, Sonntag, 17. Juni, treffen sich die Rotts um 12.30 Uhr an ihrem Stammtisch im Festzelt. Danach geht es gemeinsam in die historische Schlacht gegen Napoleon. Dies sind die einzigen Termine, die das Festkomitee festgelegt und zur Pflicht gemacht hat. "Beim großen Festumzug am Sonnabend, 16. Juni, werden sicher die meisten Bürger in den Vereinen mitlaufen. Die Rotts müssen dann nicht dabei sein, können aber", sagte Kay-Uwe Wiechmann. Schließlich wollen die Rotts keine Konkurrenz zu den Vereinen sein, sondern auch alle die Einwohner für das Fest gewinnen, die keinem Verein angehören. "Die 700-Jahr-Feier ist keine Vereinsangelegenheit, sondern für alle Bürger. Deshalb machen wir keine weiteren Vorgaben. Auch Uniformen für die Rotts sind nicht vorgesehen, damit für die einzelnen Rottmitglieder keine Kosten entstehen", so Wiechmann. Die Rotts sollen nach Möglichkeit auch über das Festjahr hinaus bestehen bleiben. "Sie sind ein lockerer Zusammenschluss, der für die Dorfgemeinschaft sicherlich sehr förderlich ist", meint Wiechmann. Das historische Schützenfest wird in Rolfshagen schon seit Jahrzehnten gefeiert. Rotts hat es bislang aber noch nicht gegeben.

Die historische Napoleon-Schlacht gibt es in Rolfshagen bereits
  • Die historische Napoleon-Schlacht gibt es in Rolfshagen bereits seit Jahrzehnten. Rotts hat es bislang allerdings noch keine gegeben. Foto: pr.
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