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Portugals Lebensader schlängelt sich durch eine wunderschöne Landschaft

Rodrigo und die Trauben des Douro: Hier schaut er talwärts auf sein Glück

Porto. Rodrigo hat ein schönes Leben. Der 47-jährige Weinbauer besitzt knapp zwei Hektar Land an den Hängen des Douro. Wenn es Juli ist, schreitet er wie ein König die Rebreihen entlang, freut sich über die prallen Trauben. Seine Frau Mariana folgt ihm dann mit dem Picknickkorb zu einem lauschigen Plätzchen, wo ein paar alte Apfelbäume, krumm und schief und auf einer Anhöhe stehend, den beiden Schatten spenden. Fünf Kinder haben sie, Tomas, Martim, João, Leonor und Ana, allesamt wohlgeraten und zwei von ihnen fast schon erwachsen. Aber diesen Augenblick, dieser 9. Juni, an dem Rodrigo und Mariana vor 25 Jahren geheiratet haben, kosten sie jedes Mal alleine aus, mit Portwein, Schinken, Käse und Brot.

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Autor:

Jean LeGrand

„Ist das nicht wunderschön hier, mein Schatz? Dieser Blick, dieses Land. Ich bin dankbar, in der Tradition unserer Familien auch ein Weinbauer sein zu dürfen“, sagt Rodrigo. Er kaut sein Brot langsam und lange, nimmt einen Schluck Portwein. Mariana blickt verträumt. All die harte Arbeit, all das Hoffen und Bangen um eine gute Ernte sind in diesen Augenblick vergessen. Die Schäfchenwolken ziehen langsam, als wenn sie den beiden zuhören wollten, wenn sie ihre Liebe erneut mit einem Schluck Portwein besiegeln, Jahr für Jahr. Und unten auf dem Douro tutet ein Schiff. Es klingt wie das Glockenspiel am Tag ihrer Hochzeit vor einem Vierteljahrhundert.

In Barqueiros weiß man die Arbeit des Weinbauern Rodrigo zu schätzen. Den Portwein macht er nicht selber; er liefert die Trauben dafür. Das ist schwierig genug. Die Hänge im Douro-Tal sind teils so steil, dass sie weder mit Traktoren noch mit Mauleseln beackert werden können. „Bleibt nur noch die Handarbeit. Wenn Erntezeit ist, hilft mir die ganze Familie. Und viele Freunde kommen auch dazu“, sagt Rodrigo. Reich werden, nein, das kann er auf diese Weise nicht, aber glücklich ist er geworden. Das sei viel besser als reich.

„Schenk noch einmal nach, mein Schatz. Heute arbeiten wir nicht mehr, heute lassen wir es uns gut gehen“, sagt Rodrigo. Mariana lächelt ihn an. „Na gut, und was machen wir morgen?“ fragt sie ihn. „Vielleicht dasselbe…“

Ja, dasselbe, das kann man sich gut vorstellen. Das Land des Portweins startet an der Mündung des Douro in den Atlantik, in Porto. Den Weg des Flusses säumen gewundene Schluchten, steile Felswände, Mandelbäume, Olivenhaine und natürlich Weinberge, soweit das Auge reicht. In dieser Idylle reifen die kostbaren Trauben des Dourotals genauso gut wie die Tagträume und Luftschlösser.

Kommen Sie mit auf eine Leserreise von Dewezet und Pyrmonter Nachrichten. vom 12. bis 22. September dieses Jahres. Auf der Reiseroute stehen die Weinanbauzentren Pinhão, Régua und Lamego. Bevor die Fahrt auf dem Douro beginnt, geht’s noch drei Tage nach Lissabon. Im Reisepreis ab 2052 Euro pro Person in der Zwei-Bett-Außenkabine des Flusskreuzfahrtsschiffes sind unter anderem Taxi- und Bustransfer zum Flughafen Hannover, Flussfahrt mit Vollpension inklusive Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen sowie drei Übernachtungen mit Frühstück in einem Lissaboner Hotel enthalten. Infos und Buchungen in den Geschäftsstellen unserer Zeitungen (Osterstraße 15 - 19 in Hameln und Rathausplatz in Bad Pyrmont) und unter 0 51 51 / 200-555.



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