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Drei Jahre nach Brand im Dach ersteht Wahrzeichen auf / Jetzt fehlen nur noch Windrose und Flügel

Rodenberger Mühle: Endlich ist die Haube da

Rodenberg (bab). Es ist soweit. Drei Jahre nach dem Brand des Mühlendachs wird das Rodenberger Wahrzeichen bald wieder vollständig sein. Gestern hat die Mühlenbaufirma Pätzmann aus Winsen an der Luhe die ersten Teile für das Mühlendach zusammengesetzt. Vorerst am Boden.

Am Boden wird die Kappe der abgebrannten Mühle von den Mitarbeit

Eine Zentimeterarbeit leisten Bauleiter Andreas Schmiel und die Gesellen Andreas Kröger und Matthias Viecke von der Firma Pätzmann, um die schwere Eichen-Flügelwelle richtig in die neue Mühlenkappe einzupassen. Ohne Kran bewegt sich das tonnenschwere Holz nicht einen Millimeter. Heinrich Grabe mann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft zum Erhalt der Rodenberger Windmühle, beobachtet jeden Handgriff. Neugierig ist auch der ehemalige Mühlenbesitzer Heinrich Krone, der mit seiner Schwester Marion Oberheide die Aktion verfolgt. Rodenbergs Filmemacher Horst Lampe hat die Kamera gezückt und dokumentiert die denkwürdigen Momente für die Nachwelt. Viel mehr Schaulustige können die Handwerker nicht gebrauchen, wie Schmiel ehrlich zugibt. Denn der Platz, auf dem mit den schweren Gerätschaften gearbeitet wird, ist sehr begrenzt. Zudem ist die Situation nicht ungefährlich. Drei Jahre nach dem Brand der Kappe wird die Mühle in diesem Sommer wieder auf dem Rodenberg thronen. Die fertigen Teile werden Stück für Stück zusammengebaut, danach wird die gesamte Haube per Kran auf den gemauerten Torso des Bauwerks gehievt. "Wie es weitergeht, wissen wir am 15. Juli", sagt Grabemann. Der sogenannte Windrosenbock ist noch in der Produktion in Winsen, wie die Mitarbeiter der Firma Pätzmann erklären. Dort hatte Grabemann zusammen mit dem Mühlenbauexperten Rüdiger Hagen vor einiger Zeit den Dachstuhl und die Flügelwelle in Augenschein genommen und geprüft, ob die Kopie mit dem Dach der vor drei Jahren abgebrannten Version übereinstimmt. Hagen hatte die grundlegenden Pläne aus alten Unterlagen und den Fragmenten, die nach dem Brand noch vorhanden waren, erstellt. So sei die Rekonstruktion auch den Anforderungen der Denkmalpflege gerecht geworden, sagt Grabemann.



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