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Rodenberger Aue soll ein neues Bett erhalten

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VON CHRISTIAN ZETT

EGESTORF/ROHRSEN. Die Pläne sind schon alt – was immer fehlte, waren die letzten Grundstücke. Doch jetzt soll das Projekt endlich umgesetzt werden: Die Rodenberger Aue soll zwischen Egestorf und dem Bereich „Landermühle“ in Rohrsen ein neues Bett erhalten.

Dabei soll der Fluss auch renaturiert werden. „Die Planungen gibt es bereits seit rund 30 Jahren“, sagt Sandra Lummitsch, Sprecherin des zuständigen Landkreises. Das Problem: Die Flächen, die für das Projekt nötig sind, gehörten der Behörde nicht.

Insgesamt seien sechs Grundstücke nötig, um das Vorhaben umzusetzen: Den Kauf der letzten beiden fehlenden Flächen hat der Kreisausschuss in dieser Woche nichtöffentlich abgesegnet – der Kaufpreis bleibt wie in solchen Fällen üblich geheim.

Doch warum soll der Fluss überhaupt renaturiert werden – oder: Warum wurde er einst künstlich verlegt? Laut Lummitsch bestand die Aue früher aus gleich mehreren Läufen, die durch Ablagen im Wasser im Laufe der Zeit immer größere Kurven bildeten.

Doch das nahm auch mehr Platz in Anspruch – und die Ufer konnten weniger gut landwirtschaftlich genutzt werden. Also habe man irgendwann alle einzelnen Gewässer in einem einzigen Bett gebündelt – und dieses künstlich aus dem tiefsten Bereich an den Rand des Tals gelegt: „So war eine bessere Landnutzung möglich“, erklärt Lummitsch. Gleichzeitig habe man so die „Landermühle“ bei Rohrsen an den Fluss anschließen können, die das Wasser zur Energieerzeugung nutzte.

Doch in den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Nutzungsbedürfnisse wieder geändert – sodass die Rodenberger Aue in diesem Abschnitt in ein neues, natürlicheres Bett umgeleitet werden soll. Geplant sind die Arbeiten in zwei Teilabschnitten – insgesamt rechnet der Landkreis mit Baukosten in Höhe von 56 000 Euro. Im Frühsommer 2018 sollen die Arbeiten starten. Bis dahin müssen laut Sprecherin Lummitsch unter anderem noch diverse Genehmigungen für die geplanten Arbeiten eingeholt werden. Der Kreisausschuss hat grünes Licht für das Projekt gegeben.



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