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Rinteln nimmt die "Weserschiene" von Holzminden bis Nienburg mit an Bord

Rintelner Sommeruni läuft in diesem Jahr weiter - mit neuem Konzept

Rinteln (ur). Als vor zwei Jahren die Rintelner Sommeruni wegen mangelnder Resonanz abgesagt werden musste und zudem absehbar war, dass die Förderung durch EU-Mittel über die Bildungsinitiative "Robin" auslaufen würde, stand das ehrgeizige Projekt zur Studieninformation nach Meinung der Skeptiker bereits vor dem Aus. Dennoch entschloss man sich, im vergangenen Jahr einen erneuten Versuch zu wagen - und diesmal war das Unterfangen mit veränderter Konzeption in der Gestaltung und Öffentlichkeitsarbeit derart erfolgreich, dass man von der zwischenzeitlich aufgetauchten Idee Abstand nahm, die Sommeruni allenfalls im Zweijahres-Rhythmus durchzuführen.

Weitüber 300 Jugendliche aus ganz Deutschland und sogar aus Finnland, Rumänien und anderen Ländern hatten sich angemeldet, sodass man sich spontan entschloss, die ursprüngliche Teilnahmekapazität fast zu verdoppeln. "Dieseüberwältigende Resonanz hat der Politik deutlich gemacht, wie groß der Bedarf an einer unabhängigen Studieninformation ist und damit weitere Mittel mobilisiert, sodass wir es mit begründbarem Optimismus wagen können, wieder eine Sommeruni auf die Beine zu stellen", meint dazu Günter Kania, der für diese Planung die Fäden der Regie bei der Volkshochschule in den Händen hält. Wofür allerdings eine neue Infrastruktur entwickelt werden muss, denn auf die Mitarbeiterinnen von Robin kann für den kommenden Sommer weder in der Durchführung noch in der Aquisition von Teilnehmern zurückgegriffen werden. Die Mittel dazu werden von Landkreis, Stadt Rinteln und Sparkassenstiftung, vor allem aber von der Regionalen Entwicklungskooperative Weserbergland zur Verfügung gestellt - eine Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg und im konkreten Fall auch dem Landkreis Nienburg. Das hat auch Konsequenzen für das Programm zwischen dem 12. und 18. Juli: So werden neben den Universitäten der Region auch Fachhochschulen, Akademien und andere Qualifikationseinrichtungen aus den beteiligten Landkreisen mit einbezogen: "Wir planen dazu auch, Veranstaltungen im Rahmen einer reisenden Hochschule anzubieten", erläutert Kania. Soll heißen: Für Teilnehmer der Sommeruni in Rinteln, die sich besonders für ein Architekturstudium an der Fachhochschule interessieren, ist zum Beispiel eine Exkursion per Bus nach Holzminden vorgesehen, um sich dort vor Ort über die Rahmenbedingungen eines Studiums im jeweiligen Fachbereich zu informieren. Noch im Laufe des Januars wird das komplette Programm der Sommeruni im Internet einzusehen sein - und damit zugleich der Startschuss für die Anmeldung gegeben: Rechtzeitiges Kommen allein sichert diesmal die sicheren Plätze. Bereits jetzt haben sich erste Interessenten vormerken lassen - näheres ist laufend zu erfahren auf der Homepage www.sommeruni-rinteln.de . Nichtsändern wird sich daran, dass wieder ein kulturelles Rahmenprogramm vorbereitet wird, um rund um den Campus zwischen VHS und Kollegienplatz wieder studentisches Leben zu entwickeln - und das alles inklusive Übernachtung und Mensa-Betrieb zu Preisen, die niemand an der Teilnahme hindern sollen.




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