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Programm zur „Hamelner Verführung“ unterschiedlich angenommen / Wenig los an der Weser

Riesige Stimmung da – Frequenzflaute dort

Hameln. Zum zweiten Mal im Mai sollte das vom Stadtmarketing gewählte Motto des Monats „Hamelner Verführung“ greifen, doch zahlreiche potenzielle Besucher haben vor allem der Versuchung des „Candle-Light-Dinners“ am Weserufer widerstanden. Während die Innenstadt Samstag und Sonntag rappelvoll war, Kleinkunst beim „Samstag in der Altstadt“ die Massen begeisterte, blieb das große Freiluftrestaurant auf der Rasenfläche oberhalb des Schiffsanlegers auffallend leer, die Mehrzahl der insgesamt 1000 Sitzplätze verwaist, trotz „perfektem Ambiente und schönster Atmosphäre“, wie jene, die gekommen waren, lobten.

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Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite

Viele Tische an der Weserpromenade blieben leer.

Fotos: Wal

Besonderheit: Der Pyrographiker Tobias Kipp. Für eine Wunderkerzenzeichnung benötigt er drei Wunderkerzen mit einer Brennlänge von je 42 Sekunden.

Gute-Laune-Garanten in der Fußgängerzone: die Band „Venusbrass“ aus Berlin riss die Menschen am Samstag in der Innenstadt mit.

3 Bilder
„Das Feuer“ auf zwei Beinen vom GOP, das auch in der Altstadt unterwegs war.

Hameln. Zum zweiten Mal im Mai sollte das vom Stadtmarketing gewählte Motto des Monats „Hamelner Verführung“ greifen, doch zahlreiche potenzielle Besucher haben vor allem der Versuchung des „Candle-Light-Dinners“ am Weserufer widerstanden. Während die Innenstadt Samstag und Sonntag rappelvoll war, Kleinkunst beim „Samstag in der Altstadt“ die Massen begeisterte, blieb das große Freiluftrestaurant auf der Rasenfläche oberhalb des Schiffsanlegers auffallend leer, die Mehrzahl der insgesamt 1000 Sitzplätze verwaist, trotz „perfektem Ambiente und schönster Atmosphäre“, wie jene, die gekommen waren, lobten. Die Frequenz hingegen hinterließ im Gesicht des Stadtmanagers Stefan Schlichte Verwunderung und stellte ihn vor die von ihm selbst gestellte Frage: „Wo sind die anderen 10 000?“

„Preise sind total o.k.“

In der Stadt erntete das Zwei-Frauen-Ensemble Agathe und Lisbeth als die Wilden Weiber Lachsalven, der supercoole, hölzerne Motorradfahrer „Mo“ ließ die Menschen schmunzeln, die fünf Frauen der Venusbrass-Band ernteten Jubel und Applaus. Zeitgleich am Wasser: Ruhe. Auch nach Toreschluss der Geschäfte um 16 Uhr zogen nur wenige hinunter. Das Ambiente, mit der sich Hameln als „Stadt am Fluss“ ins Gespräch bringen wollte, stimmte: An der Weser zu sitzen, Speisen und Getränke zu genießen zu Preisen, die „total o.k.“ sind, wie Ulla Marock aus Springe meinte, gefiel. Fasziniert verfolgten die Gäste Tobias Kipp aus Berlin, wie er mit brennenden Wunderkerzen Gesichter auf Papier brannte, bewunderten die Figur „Feuer“ beim Stelzenlauf, ließen sich am Stand von „Don Stefano“ von der Kunst des Zigarrendrehens erzählen, wo die Jubiläumszigarren gut ankamen, und waren begeistert von der Jazz-Band „The Ellingtons“ aus Hannover, die mit ihrer Sängerin Anna Prenzler den Blick von der anderen Seite aufs Geschehen hatte. Ihre Bühne war nicht mittendrin, sondern an Deck des Weserschiffes „Hameln“. Zufriedene Gesichter bei den Gästen, die es „Schade“ fanden, das so wenig los war; enttäuschte, teils wütende Gesichter bei den Gastronomen, denn auch am Sonntag, an dem nachmittags die „Street Paraders“ mit Dixieland-Jazz Stimmung machte, war der Zulauf verhalten. „Wir haben uns alle so viel Mühe gegeben“, sagte Marion Schlüter, „und verbrennen hier richtig Geld“. Die Idee sei gut, sind sich viele einig – woran es gehapert hat, wird ergründet.



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