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Kaltes Wetter sorgt für Gästeschwund bei Eisdielen& Co. / Rabatt auf reduzierte Sommermode

"Richtig zufrieden sind wir sicherlich nicht"

Stadthagen (jcp). Von Zurückgelegtem zehren oder Rabatt geben - auch in Stadthagen müssen Gastronomie und Freizeitangebote ihre Wege finden, sich mit dem ausbleibendem Sommerwetter zu arrangieren.

"Mieses Wetter ist ein Risiko-Faktor, den ich grundsätzlich mit einkalkulieren muss", sagt Salvatore Pagano, Inhaber der Eisdiele "Venezia". In seinem Geschäft mache sich derzeit eine Kombination aus ungünstigen Faktoren bemerkbar. "Viele sind verreist, dazu das Regenwetter. An einem guten Sommertag habe ich geschätzt um die 200 Gäste." Derzeitseien es wohl so 40. "Auffangen" könne Pagano solche Verluste nicht, anders als zum Beispiel Eisdielen, die an ein Restaurant angekoppelt seien. "In besucherstarken Tagen lege ich halt zurück, um davon in Phasen wie diesen zehren zu können", erklärt Pagano. "Wenn ich die Zahlen vergleiche, haben wir in der Eisdiele am vergangenen Sonntag rund 25 Prozent von dem Umsatz gemacht, den wir am selben Tag vor einem Jahr hatten", bedauert auch "La Piazzetta"-Inhaber Frank Gerecht. Der Biergarten am Landsberg'schen Hof hatte zuletzt am 13. Juli geöffnet. "Zum Glück hatten wir davor noch ein paar gut besuchte größere Veranstaltungen mit Live-Musik." "Natürlich" sei das Wetter im Moment trotzdem "eine Katastrophe". Aber Sommermonate mit nennenswertem Umsatz blieben bisher glücklicherweise nie ganz aus. "Dieses Jahr können wir den Juli vergessen, in 2007 waren es der Mai und der Juni." Die waren in diesem Jahr sommerlich - so "verschöben" sich die umsatzstarken Monate in jedem Jahr. Im Wellenfreibad des Tropicana wird derzeit nur im 30-minütigen Rhythmus geplanscht. "Die Gäste schwimmen raus und nehmen die Welle mit", hat Geschäftsführer Helmut Kirchhöfer festgestellt. Deshalb laufe das Wellenfreibad auch trotzdem weiter. Ohnehin sei das Tro picana mit Hallenbad und Sauna zum Glück nicht einzig und allein vom Außenangebot abhängig. "Letztes Jahr war der Sommer auch schon nicht berauschend, und die Besuchermenge, mit der man in der Saison rechnet, bleibt natürlich aus", meint Kirchhöfer. "Zufrieden sind wir also sicherlich nicht." Hagemeyer-Geschäftsführer Ludger Schmänk rechnet nicht mit allzu großen Umsatz-Einbußen. "Wir verkaufen jetzt schon ganz gut Herbst- und Winterwaren." Trotzdem musste Hagemeyer auf die wetterbedingt niedrige Nachfrage nach Bikinis und anderer Sommerbekleidung reagieren. "Wir geben momentan nochmals 25 Prozent Rabatt auf bereits reduzierte Sommerware", so Schmänk.




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