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Rettung bei Leukämie

BEBER/ROHRSEN. Der DRK-Ortsverein Beber-Rohrsen will bei seiner nächsten Blutspende am 22. September auch eine Typisierung durchführen (16 bis 19.30 Uhr). Der Grund dafür ist eine berührende Begegnung, von der die Vorsitzende Nicole Ofner-Barkowski erzählt.

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Autor:

Mira Colic

„Ich bin froh, dass ich niemanden aus meinem näheren Umfeld kenne, der mit der Diagnose Leukämie konfrontiert wurde“, sagt Nicole Ofner-Barkowski. Allerdings hat die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Beber-Rohrsen ein Mädchen kennengelernt, das als Dreijährige erkrankt ist und gegen den Blutkrebs kämpfen musste. Heute, zwölf Jahre später, ist sie ein normaler Teenager. Diese Begegnung hat bei Ofner-Barkowski, die selbst Kinder in dem Alter hat, dazu geführt, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Genauso wie Blut- können auch Stammzellenspender Leben retten. Unter 27 000 Spendern hatte auch für die Dreijährige damals der genetische Zwilling gefunden werden können. Ofner-Barkowski engagiert sich seit längerem beim Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) und möchte nun auf die Diagnose Leukämie aufmerksam machen.

Viele Menschen zögerten vor einer Typisierung, weil sie die Schmerzen bei der Entnahme des Knochenmarks fürchteten, vermutet Benjamin Hachfeld, stellvertretender Ortsvereins-Vorsitzender. „Zumindest war das bei mir so“, gibt er offen zu. Er wolle sich auf jeden Fall im September typisieren lassen. Tatsächlich kommen aber nur ein Prozent der typisierten Personen als Spender in Betracht. Wichtige Informationen:

Wer kann spenden? Jeder Gesunde zwischen 18 und 55 Jahren kann sich typisieren lassen. Es gelten hierbei nahezu dieselben Voraussetzungen wie bei einer Blutspende. Die Altersgrenze für Stammzell- beziehungsweise Knochenmarkspender beträgt 61 Jahre. Typisierung – was ist das eigentlich? Eine Typisierung ist die Bestimmung des Gewebemerkmals aus einer kleinen Blutprobe oder aus dem Speichel.

Die Vorgehensweise Entnahme per Wattestäbchen im Mundraum oder durch Blutentnahme, nach etwa vier Wochen liegen die Ergebnisse vor. Die anonymisierten Daten werden an die Zentrale Datenbankdatei nach Ulm geschickt. Sollte der Spender in Betracht kommen, muss sich dieser beim Arzt Blut abnehmen lassen.

Zwei Möglichkeiten der

Spende Bei der sogenannten peripheren Blutstammzellspende (die von 95 Prozent der Spender gewählt wird), kommt der Spender für vier bis fünf Stunden an eine Art Dialysemaschine, die die Blutstammzellen aus dem Blut filtert. Dann gibt es die Möglichkeit der Entnahme über die Knochenmarkpunktion. Dies geschieht per Vollnarkose und dauert etwa eine Stunde.

Eine Typisierung kostet 50 Euro. Diese Kosten übernimmt das NKR, finanziert durch Spenden.

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