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Auflösung des Fördervereins Dorferneuerung L-O-S: Liquidation dauert mindestens zwölf Monate

Restvermögen fließt in alle Ortsteile

Lindhorst (gus). Die Auflösung des Dorferneuerungs-Fördervereins Lindhorst-Ottensen-Schöttlingen ist am Donnerstag geräuschlos verlaufen. Kein Wunder, waren die Konflikte doch bereits in der Vergangenheit ausgetragen worden.

Vorsitzender Helge Krzykowski blieb ebenso wie seine Vorstandskollegen bei dem Entschluss, nicht weiter im Amt bleiben zu wollen. Die Bemühungen seit Juni dieses Jahres, Nachfolger zu finden, seien erfolglos gewesen. Ohne Vorstand blieb lediglich die Auflösung.

Das übrige Vermögen des Vereins soll auf unterschiedliche Projekte verteilt werden. Krzykowski dankte allen, die sich im Verein für die Dorfgemeinschaft eingesetzt haben. Ob in der Baugruppe, bei den Vorbereitungen oder im Vorstand – alle Beteiligten könnten stolz sein auf das, was sie für Lindhorst, Ottensen und Schöttlingen getan hätten.

Zusätzlich dankte Krzykowski der Presse für die Berichterstattung. Die Dorferneuerung sei zu einem versöhnlichen Abschluss gekommen, alle Projekte seien zu Ende geführt worden – von Giganten wie dem Hof Gümmer bis hin zu kleinen Arbeiten wie der Sanierung einer Mauer am Kirchplatz. In der Zeit seines Bestehens habe der Verein keinen einzigen Antrag abgelehnt.

Gegründet worden war der Förderverein im Jahr 2002. Nach heftigem Zwist der vorherigen Protagonisten übernahm 2005 Krzykowski den Vorsitz, um die Dorferneuerung speziell mit der Herkulesaufgabe Hof Gümmer nicht scheitern zu lassen.

Als letztes Projekt erstellte der Verein einen „Historischen Ortsspaziergang“ als Broschüre (wir berichteten), in dem die Resultate der Dorferneuerung gebündelt sind. Wer mochte, durfte sich ein Exemplar mit nach Hause nehmen. Außerdem war in 2011 noch eine Sitzbank für den Bouleplatz finanziert worden. Als Würdigung der ehrenamtlichen Leistung der Baugruppe gab der Vorstand bei Bildhauer Kai Lölke eine Stele in Auftrag.

2140 Euro Restvermögen hatte der Förderverein noch auszuteilen, übrig blieb lediglich eine Restsumme für noch bevorstehende Verwaltungskosten. Die Liquidation dauert nach Worten Joachim Börkes voraussichtlich ein Jahr. Als Liquidatoren fungieren Otto Siebörger und Roland Hannich.

Beim Verteilen blieb der Vorstand der Linie treu, alle Ortsteile zu berücksichtigen. 900 Euro für das Pflanzen von sechs bis acht Linden erhält die Dorfgemeinschaft Schöttlingen. Die Lindhorster Siedlergemeinschaft bekommt 200 Euro für das Begrünen einer Verkehrsinsel.

An die Gemeinde Lindhorst fließen 900 Euro als Zuschuss für Arbeiten am Mausoleum Ottensen. 140 Euro erhält der Kultur-Förderverein Schaumburger Bergbau für den Kauf einer Glasvitrine fürs Lindhorster Bergbaumuseum. Dies alles aber nur vorbehaltlich des Falls, dass niemand anderes binnen eines Jahres Geld vom Verein einfordert.



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