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Ärztehaus-Projektentwickler kritisiert Aussagen der Bürgermeisterin zu Standort-Varianten

Reinecke: „Neue Diskussion mehr als fahrlässig“

Bad Münder (jhr). Für ihre Aussagen zu den möglichen Standorten von Thermalanlagen und Ärztehaus wird Bürgermeisterin Silvia Nieber von Ärztehaus-Projektentwickler Dirk Reinecke scharf kritisiert.


„Wenn ein Verwaltungschef daran interessiert ist, dass sich im Sinne der Stadt endlich etwas bewegt, dann ist es schon ein Hohn, wenn er laufende Projekt in dieser Form stört“, kommentiert Reinecke den Vorstoß Niebers. Die Bürgermeisterin hatte im Zusammenhang mit der von der Stadt in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zum Solebewegungsbad von zwei möglichen Varianten gesprochen: Neben einer Ansiedlung auf den ehemaligen Deisterpark-Flächen neben der Deutschen Klinik, bei der auch die Ansiedlung des Ärztehauses an dem Standort denkbar wäre, scheint auch eine Lösung im Bereich des bisherigen Kurhotels in Quellennähe möglich – doch auf diesem Areal will Reinecke mit dem Bauunternehmen Gundlach das Ärztehaus errichten. Seit Monaten ist der Projektentwickler im Gespräch mit potenziellen Mietern, hat nach eigenen Aussagen bereits für 35 Prozent der Flächen Vorverträge abgeschlossen. „Wenn zahlreiche Ratsbeschlüsse bezüglich des Ärztehaus-Standortes vorliegen, sogar die kleinste EU-weite Ausschreibung überlebt wurde, das Grundstück bereits an einen Investor verkauft ist, interessierte Mieter vorhanden sind, individualisierte Planungen bereits laufen, dann ist es mehr als fahrlässig, die ganze Diskussion von vorne beginnen zu wollen“, macht Reinecke deutlich.

Der Rat hatte nach jahrelanger Diskussion um die Zukunft des Kurhotel-Areals für die Pläne von Gundlach und Reinecke gestimmt, Ende Juni vergangenen Jahres wurde der Verkauf notariell beurkundet. Die Aussagen der Bürgermeisterin im NDZ-Gespräch bezeichnet er als „ einfach unhaltbar“, ihr anschließendes schriftliches Dementi gegenüber den an Praxen im neuen Ärztehaus interessierten Ärzten habe nicht den gewünschten „Dann ist ja alles wieder gut“-Effekt gehabt. Reinecke geht mit seiner Kritik sogar noch weiter: „Wenn das ausstehende 60 000-Euro-Gutachten nicht unter der Prämisse in Auftrag gegeben wurde, dass die Nutzung des Kurhotel-Grundstückes als Gesundheitszentrum aufgrund des erfolgten Verkaufs bereits vorgegeben ist, dann werden gerade erhebliche Steuermittel verbrannt.“

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