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Jugendbande: Die Reihen lichten sich / Zwei von sieben Angeklagten bereits zu Haft- und Geldstrafen verurteilt

Reichste Beute: Designer-Jeans, Taschen und 18 Uhren

Rinteln/Bückeburg (ly). Da waren's nur noch fünf: Im Bückeburger Prozess gegen eine mutmaßliche Jugendbande aus Rinteln lichten sich die Reihen. Überraschend hat die 1. Große Jugendkammer zwei der sieben Angeklagten bereits jetzt verurteilt. Es handelt sich um die beiden ältesten Männer.

Gegen einen 25-Jährigen verhängte das Gericht 14 Monate Haft wegen schweren Diebstahls. Er ist wegen räuberischer Erpressung vorbestraft und stand zum Zeitpunkt des Rückfalls unter Bewährung. Ein 23-Jähriger, schuldig gesprochen der Begünstigung, muss 500 Euro Geldstrafe zahlen, umgerechnet 20 Tagessätze, wie die Pressestelle des Landgerichts in Bückeburg auf Anfrage weiter mitteilt. Der Rintelner hatte geholfen, eine gestohlene Spielekonsole vom Tatort abzutransportieren. Noch nicht rechtskräftig ist das Urteil gegen den älteren Mann. Die Richter gehen davon aus, dass der 25-Jährige an jener Tat beteiligt war, die den wohl höchsten Schaden verursacht hat - rund 8500 Euro. Mit einem Pflasterstein hatten drei Männer im Juni 2006 die Schaufensterscheibe eines Rintelner Geschäftes eingeschlagen und sich im Laden bedient. In die Hände gefallen waren ihnen unter anderem 18 Uhren sowie Designer-Jeans und Taschen der eher gehobenen Preisklasse. Insgesamt werden den jungen Männern 124 Straftaten in wechselnder Beteiligung vorgeworfen, begangen zwischen Januar 2005 und Juni 2006. Darunter sind diverse Einbrüche, Ladendiebstähle und Betrügereien. Auf diese Weise, so heißt es in der Anklageschrift, wollten die drogensüchtigen Täter an Geld für Rauschgift kommen, zum Teil auch ihren Lebensstandard finanzieren. Nach drei von voraussichtlich mindestens sieben Verhandlungstagen haben alle Angeklagten zur Sache ausgesagt. Herausgekommen sind Geständnisse oder Teilgeständnisse. Einem der Männer (21), der wegen anderer Sachen bereits in Haft sitzt, werden 56 Taten und damit die meisten zur Last gelegt. In seinem Fall hatten sich die beteiligten Juristen beim Auftakt auf eine Haftstrafe von höchstens viereinhalb Jahren verständigt - ein Geständnis vorausgesetzt. Wenn alles nach Plan läuft, wird das Urteil am 5. März verkündet.




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