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WeilÄrzte zu teure und zu viele Medikamente verschrieben haben: Rückforderungen von 12 000 bis 100 000 Euro

Regress ist für manche Arztpraxis existenzbedrohend

Rinteln (wm/mari). Weil sie ihren Patienten in den letzten drei Jahren zu viele Medikamente verschrieben haben, sollen jetzt mehrere RintelnerÄrzte Summen zwischen rund 12 000 und 100 000 Euro zurückzahlen. Die Gesamtsumme der Regressforderungen an Ärzte aus Rinteln, Obernkirchen, Stadthagen und Bückeburg bezifferte Uwe Köster, stellvertretender Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachen (KVN) auf die exorbitante Summe von 1,2 Millionen Euro. Würden diese Beträge tatsächlich einzogen, bedeutete dies das "Aus" für manche Praxis. Köster geht davon aus, dass nicht in allen Fällen und schon gar nicht in den geforderten Höhen gezahlt werden muss. Und das hat mehrere Gründe: Oft sei die besondere Klientel der Ärzte wie Schmerz-, Krebs- und Dialysepatienten - alles Patienten, die teure Medikamente brauchen - nicht ausreichend berücksichtigt worden. Patienten, die künstlich ernährt werden müssten, seien in dem System "nicht einmal vorgesehen". Und es gebe Dokumentationsfehler, wenn beispielsweise eine Salbe für 49 Euro mit 490 Euro in Rechnung gestellt wurde. Seine Empfehlung: Die Ärzte sollen in dem "Richtgrößen-Prüfverfahren" Widerspruch einlegen, denn es komme immer auf den Einzelfall an.



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