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Refugium Streuobstwiese im Sünteltal eingeweiht

BAD MÜNDER. Das Bienensterben und der Rückgang von Insekten- und Vogelarten bedrohen auch die Lebensgrundlagen des Menschen. Stefan Wenzel, der Niedersächsische Umweltminister und stellvertretende Ministerpräsident, ist sich sicher: „Aufklärung tut deshalb not. Das ist ein toller Lernort in der Natur.“

Pflanzen den 111. Obstbaum: Umweltminister Stefan Wenzel (rechts) und der Nabu-Landesvorsitzende Holger Buschmann. Im Hintergrund Anja Piel (links) und die stellvertretende Landrätin Ruth Leunig (Mitte). Fotos: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Zusammen mit dem Nabu-Landsvorsitzenden Holger Buschmann und Anja Piel, der Vorsitzenden der Landtagsfraktion der Grünen, war Wenzel zur Eröffnung des „Refugiums Streuobstwiese im Sünteltal“ an die Süntelstraße nach Bad Münder gekommen.

Mit dabei auch mehr als 50 Kinder-Paten samt Familien für die mittlerweile 111 Obstbäume auf dem 9000 Quadratmeter großen Areal.

„Die Streuobstwiese soll ein offener Lehrgarten sein, in dem neben den lehrenden Inhalten zu alten Obstsorten, Bienen und Insekten auch Wildstauden eine emotionale Bindung zur Natur schaffen sollen“, erklärten der örtliche Nabu-Vorsitzende Jens Becker und sein Stellvertreter Matthias Grossmann.

„Kinder können hier Erfahrungen fürs ganze Leben machen“, lobte Wenzel, der zusammen mit Bürgermeister Hartmut Büttner und Holger Buschmann den 111. Obstbaum anpflanzte. „Das Besondere an diesem Projekt sind vor allem die vielen Kinder und Familien, die Patenschaften für die Obstbäume übernommen haben. Konkrete Erlebnisse und Erfahrungen in der Natur sind die besten Voraussetzungen dafür das Interesse für die Pflanzen- und Tierwelt zu wecken“, stellte der Minister klar.

Der Nabu-Landesvorsitzende nutzte die Gelegenheit zu einem eindringlichen Appell an die Politik. „Mehr Geld in den Naturschutz! Dessen Anteil an den Etats des Landes ist am geringsten. Angesichts des Problemdrucks durch die Bedrohung der Biodiversität und der damit verbundenen Gefährdung von Wasser, Luft und Boden als Lebensgrundlage geht das nicht.“ Im Rahmen einer umfassenden Umweltstrategie gelte es vor allem mehr Räume für Naturschutz zu schaffen, eine gute Finanzierung sicherzustellen und insbesondere das Problem der Pestizidbelastung landwirtschaftlich genutzter Böden in den Griff zu bekommen“, appellierte der Minister seinerseits an die Landwirte. „Bauern und Naturschützer müssen hier zu einer Allianz zusammenfinden“, bekräftigte auch Anja Piel.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jedoch nicht umweltpolitische Streitfragen, sondern die Kinder. Sowohl bei Stefan Nerges „Ohrwurmhotel“, bei der Nistkastenbesichtigung mit dem Springer „Nistkasten-Papst“ Karl Haverkamp als auch beim Basteln von kleinen Holzschiffchen, zeigten sie reges Interesse.

Vor Ort lernten Kinder und Erwachsene dabei auch viele alte Obstbaumsorten kennen wie etwa die „Birne von Echem“, „Uhlhorns Augustkalvill“, die „Schwarmsteder Renette“ oder „Schneiders späte Knorpelkirsche“.

Und dass der „Dülmener Rosenapfel“ auch künftigen Generationen erhalten und bekannt sein wird, dafür werden künftig Pädagogen wie der Münderaner Grundschullehrer Jan-Helge Güldenhöven sorgen. „Wir besuchen das Refugium häufig und lernen von der Blüte bis zum Apfelkuchen alles, was damit zusammen hängt“, so der Pädagoge.

„Ein Vorzeigeprojekt im Landkreis“, bestätigte auch die stellvertretende Landrätin Ruth Leunig. „Schließlich haben wir als naturnahe Kurstadt auch einen gewissen Anspruch“, erwiderte Bürgermeister Hartmut Büttner.

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Einweihung des Refugiums Streuobstwiese im Sünteltal
Quelle: Huppert
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