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Alexander zu Schaumburg-Lippe verärgert über Darstellung im Fernsehen

Rechtliche Schritte eingeleitet


BÜCKEBURG. „Der große Vermögens-Check“ – zur besten Sendezeit durfte sich Alexander zu Schaumburg-Lippe, Hausherr im Bückeburger Schloss, im ZDF bewundern. Schon vor Erscheinen des Beitrages wandte er sich zornig an seine Facebook-Freunde: „Wenn ich gewusst hätte, in welchen Kontext der Beitrag ‚Wie gerecht ist Deutschland?‘ heute Abend meinen Wirtschaftsbetrieb stellt und mit welchen Behauptungen dort [...] gearbeitet wird, hätte ich die Mitwirkung verweigert“, polterte der Schlossbesitzer.

Das ZDF wollte sich ansehen, wie gerecht Besitz verteilt ist und wie es um Chancengleichheit steht. Als Beispiel für „die Reichen“ durfte unter anderem der Bückeburger herhalten. „Vielleicht gehört er sogar zu den Superreichen in Deutschland“, orakelt die Stimme aus dem Off. „Diese Behauptung ist nicht nur falsch, sie gefährdet auch die Sicherheit meiner Familie“, ärgert sich zu Schaumburg-Lippe.

Eigentlich habe das ZDF angefragt, so zu Schaumburg-Lippe, ob sie einen Bericht über ihn als Unternehmer und seinen Wirtschaftsbetrieb machen könnten. Dass er sich nun in einem „Popanz für einen verkappten Wahlwerbespot der SPD“ wiederfinde, will er nicht stehen lassen. Er hat einen Anwalt eingeschaltet. Sauer stößt ihm auch auf, dass in dem Film ein tatsächlich „Superreicher“ vorkommt, der viel positiver dargestellt werde: Klaus-Michael Kühne (geschätztes Vermögen 11,9 Milliarden Dollar). Kühne werde als „sparsam“ und „sozial engagiert“ dargestellt. „Dabei erwähnen sie nicht, dass er seinen Firmen- und seinen Privatwohnsitz in die Schweiz verlegt hat und damit Steuern spart.“

Nur weil jemand in einem besonders großen Haus wohne, sei er nicht automatisch superreich, so zu Schaumburg-Lippe. Das sehe vielleicht auf Fernsehbildern gut aus – „aber dieses Schloss ist eine große Bürde, die ohne unternehmerische Tätigkeit nicht erhalten werden könnte“.jak



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