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reamonn2408

1990 gegründet, 1996 aufgelöst, 2008 Comeback. Nun ja, auf jeden Fall war es nicht eine der vielen musikalischen Auferstehungen, die uns in letzter Zeit überfluten. Erstmals wiedervereint sah man Terry Hoax am 2. August 2008 beim Fährmannsfest in Hannover – noch mit dabei: Die Gründungsmitglieder Oliver Perau und Martin Wichary.

Und es wurde für die Jungs ein Heimspiel nach Maß – 40 Minuten Rock vom Feinsten mit einem gut aufgelegten Frontmann Oliver Perau. „Wir spielen heute das vierte Mal als Support für Reamonn. Ehrlich, bei den letzten drei Konzerten haben sich die Leute die Klamotten vom Leib gerissen, als wir losgelegt haben“, flachste Perau und brachte mit seinen Mannen die Fans sofort auf die richtige Betriebstemperatur.

Den Rest erledigte dann Rea Garvey & Co, die mit „Faith“ ihren leider viel zu kurzen Showcase eröffneten und bereits nach 70 Minuten für eine Zugabe auf die Bühne zurückgeklatscht wurden.

Reamonn-Songs sind massentauglich, insbesondere die eingängigen Refrains haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Die Parkbühne wie sie singt und tanzt – alles Reamonn, oder was?

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Uwe Bossert ist der Mann fürs Rockige.

Garvey präsentiert sich zwischen den Songs als lustige Plaudertasche – erzählt etwas aus seinem Privatleben und hat mit seinen humorvollen Ansagen oft die Lacher auf seiner Seite. Wurden am Karrierebeginn die Songs noch teilweise in englischer Sprache angesagt, würzt der 37-Jährige nur ab und an sein Deutsch mit einigen englischen Textbrocken.

„Heute macht es uns die Technik leicht, dass wir immer Kontakt zu unseren Familien haben – besonders dann, wenn wir auf Tour sind und einige 1000 Kilometer entfernt auf der Bühne stehen. Da leistet ein i-Phone oder Handy oft gute Dienste“, freut sich Garvey und stimmt passend dazu den Hit „Million Miles“ an.

Immer wieder hüpft der gebürtige Ire über den Catwalk, animiert die Fans zum Mitsingen oder Mitklatschen. Bei „Star“ schwenken dann 6000 Hände im Takt von links nach rechts – Massendompteur Garvey hat sein Publikum voll im Griff. „Through The Eyes Of A Child“, „Moments Like This“ – die Reamonn’sche-Hitfabik arbeitet auf Hochtouren, schiebt Doppelschicht.

Garvey ist dankbar, dass alles so gekommen ist, wie es jetzt ist – und man nimmt es dem Mann mit dem Zottelbart und der Matte ab, wenn er nicht nur musikalisch elf Jahre Reamonn Revue passieren lässt. Der adrett gekleidete Schwiegersohn-Typ ist er nie gewesen, dafür aber ein sympathisches Rock-Kerlchen, das im Laufe der Jahre immer „down to earth“ geblieben ist.

Ein Reamonn-Konzert ohne das „Supergirl“ wäre ein Vier-Gänge-Menü ohne Hauptgang – das weiß auch der Reamonn-Frontmann, lässt aber den bekanntesten Hit der Band zusätzlich durch den Keyboarder Sebastian Padotzke hörenswert aufmotzen – ein gutes Menü muss ja auch nicht immer gleich schmecken.

3000 begeisterte Fans genießen „Moments Like This“

Reamonn rocken die Gilde Parkbühne / Terry Hoax glänzt als Support




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