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Hans-Werner Gerber stellt sich am 11. September nicht zur Wahl

Ratsvorsitzender tritt nicht mehr an

BORSTEL. Hans-Werner Gerber ist ein SPD-Urgestein der Auetaler Kommunalpolitik. Seit 1986, also seit 30 Jahren, ist er im Gemeinderat tätig und seit 2001 Ratsvorsitzender. Nun soll Schluss sein mit den Rats- und Ausschusssitzungen. Gerber stellt sich am 11. September nicht mehr zur Wahl. „Ich hätte schon noch Lust weiterzumachen, aber ich bin jetzt 73 Jahre alt, und gewählt wird für fünf Jahre. Das ist eine lange Zeit. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen aufzuhören“, begründet Gerber seinen Schritt.

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite

Ein kleines Geschenk macht ihm die Gemeinde noch, denn seine letzte Ratssitzung war eigentlich auf den 8. September terminiert. Da Gerber dann im Urlaub ist, seine letzte Sitzung aber noch leiten möchte, wurde diese um eine Woche, auf den 15. September, verschoben.

30 Jahre, da hat Gerber, der seitdem auch Ortsvorsteher in Borstel ist, eine Menge erlebt und bewegt. „Ich bin seit 42 Jahren Mitglied in der SPD, war Vorsitzender des Ortsverbandes Borstel, bevor es zur Fusion kam. Damals hatten wir in Borstel 56 Mitglieder, heute sind es nicht noch 65 im gesamten Auetal“, erzählt Gerber. Die Zeiten hätten sich geändert.

Als er 1986 zum ersten Mal zur Wahl antrat, hätte er nicht damit gerechnet, ausreichend Stimmen zu bekommen. „Doch es hat auf Anhieb geklappt und seitdem wurde ich sechs Mal wiedergewählt“, stellt Gerber zufrieden fest. In den verschiedensten Ausschüssen war der Borsteler tätig. „Nur von Feuerwehr habe ich keine Ahnung und habe da lieber meine Finger von gelassen.“ Am meisten Spaß habe ihm die Arbeit im Bauausschuss gemacht. „Da kann man wirklich am meisten bewegen“, so Gerber. So habe er sich als Ortsvorsteher und Ratsmitglied für den Straßenausbau in Borstel eingesetzt. „Es hat zwar zehn Jahre gedauert, bis die Borsteler Straße endlich ausgebaut wurde, aber jetzt ist es erledigt“, freut sich Gerber. Nun müsse aber noch das Mittelstück der Kreisstraße, der Bereich zwischen Borstel und Rolfshagen saniert werden. „Dort war der notwendige Grunderwerb schwierig“, weiß Gerber. Allerdings sei dieser nun abgeschlossen und der Borsteler geht davon aus, dass im nächsten Jahr mit dem Ausbau begonnen wird. „Das Geld steht jedenfalls bereit“, so Gerber.

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  • Hans-Werner Gerber: „Ich bin jetzt 73 Jahre alt, und gewählt wird für fünf Jahre. Das ist eine lange Zeit.“ Fotos: la

Weiter wichtige Projekte, die Gerber in seiner Amtszeit erfolgreich begleitet hat, waren die Verlegung des Busverkehrs über die Hude und Siedlung und der Umbau der Alten Schule. „Hier haben wir so manche Stunde ordentlich angepackt. Ohne Eigenleistungen wäre es nicht möglich gewesen, das Gebäude in dem Umfang zu sanieren“, so Gerber. Außerdem sei der Ideengeber für den Rundwanderweg in Borstel gewesen. „Dazu mussten zwei Holzbrücken gebaut werden, von denen die Eine bereits erneuert wurde, weil die Erste in die Jahre gekommen war“, erzählt Gerber.

Bei der Kommunalwahl tritt Gerber zwar nicht mehr an, aber so ganz möchte er sich doch noch nicht auf das Altenteil zurückziehen. „Dafür fühle ich mich noch zu fit“, meint Gerber schmunzelnd. Als SPD-Kandidat wird in Borstel der erst 20-jährige Florian Schmidt antreten. „Ich habe mit ihm gesprochen und mich gefreut, dass er zugesagt hat. Um ihm den Einstieg zu erleichtern, mache ich als Ortsvorsteher weiter“, so Gerber. Die Besuche zu Geburtstagen und Jubiläen könne er als Rentner ohnehin besser bewältigen, als ein Berufstätiger. „Wenn Florian das Amt des Ortsvorstehers in fünf Jahren oder auch etwas früher, übernehmen möchte, dann wäre das sicher sehr gut. Bis dahin werde ich mich weiter für unseren schönen Ort und die Borsteler einsetzen“, verspricht Gerber.

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