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Resolution an den Landkreis von allen Fraktionen getragen / Situation bei Nettelrede „nicht zu verstehen“

Rat macht gegen Rechtsabbiegegebot Front

Bad Münder. Der Beschluss wurde gefasst, bevor die tödlichen Schüsse auf Landrat Rüdiger Butte abgegeben wurden: Der mündersche Rat verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution an den Landkreis, in der die Aufhebung der Rechtsabbiegeregelung an der Kreuzung Böbbersche Straße und Bundesstraße 442 bei Nettelrede gefordert wird.

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Eingebracht hatte den Antrag die CDU, und für die Fraktion begründete Hans-Ulrich Siegmund die Initiative: „Es kann nicht sein, dass wegen ein paar wenigen zu fällenden – wild gewachsenen – Bäumen eine unsinnige Verkehrsführung durchgeführt wird, zumal für jeden gefällten Baum drei neue in unmittelbarer Nähe gepflanzt werden können“, erklärte er. Seine Feststellung: „Kopfschütteln und Frustration der Bürger erzeugen kein Vertrauen in Politik und Verwaltung“, machte er unter zustimmendem Kopfnicken seiner Fraktionskollegen deutlich. Die uneingeschränkte Ausfahrt an der Kreuzung B442/Böbbersche Straße sei aus Sicht der CDU-Fraktion unerlässlich, da die Kreuzung nicht nur schwerpunktmäßig von den landwirtschaftlichen Betrieben in der Zeit der Bewirtschaftung und Erntesaison genutzt werde, sondern auch ganzjährig durch die Einwohner der umliegenden Orte.

Siegmund lieferte Beispiele für die Nutzung, verwies auf die Anlieferungen für den größten Gewerbebetrieb des Ortes und die Abfuhr von rund 1000 Festmeter Holz jährlich. Schweres Ackergerät müsse ebenfalls auf „erheblichen Umwegen“ durch die engen, kaputten Anliegerstraßen gefahren werden, was zu einer erheblichen Belastung der Anwohner führe. „Eine Gefährdung im Ortskern in Kauf zu nehmen ist hier sicherlich nicht der richtige Weg“, erklärte er.

Heinrich Söfjer sicherte Siegmund die Unterstützung der SPD-Fraktion für die Resolution zu, berichtete von Gesprächen, die er mit dem Landrat zu dem Thema geführt habe und von einer gemeinsamen Initiative der münderschen Kreistagsabgeordneten. Der Rat müsse deutlich machen, dass er eine „unsinnige Verwaltungsentscheidung nicht akzeptieren wolle.“ Unverständlich sei für ihn auch, dass der Landkreis nicht bereit sei, die zulässige Geschwindigkeit in dem betreffenden Bundesstraßenabschnitt zu reduzieren. Ein Aspekt, den auch Grünen-Fraktionschef Helmut Burdorf aufgriff: „Das ist nicht zu verstehen, zumal die Straße ohnehin auf eine Ampel zuführt.“

Rainer Klockemann (CDU) wies auf die Probleme hin, die sich durch die aktuelle Regelung für Landwirtschaft und Einwohner Nettelredes ergeben. Für Helmuth Mönkeberg stand fest, was kurze Zeit später die Abstimmung ergab: „Wir sind uns alle einig.“jhr



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