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Auftrag an Firma am 18. Oktober / Angeblich falsche Witterung

Rat ist sauer: Regenbecken noch immer nicht geräumt

Luhden (tw). Die Bürgervertreter im Gemeinderat Luhden sind - gelinde gesagt - sauer. Stein des Anstoßes: das Regenrückhaltebecken an der Nord-Süd-Straße. Adressat des Ärgers: Die Fachfirma, die am 18. Oktober 2007 den Auftrag erhalten hat, das vor zehn Jahren angelegte Becken "möglichst noch 2007" zu entschlammen. Doch noch immer ist nichts passiert ...

Auf Antrag von Frank Struckmeier (SPD) beschäftigte sich jetzt das Ortsparlament unter Vorsitz von Peter Zabold (CDU) mit dem Fall. "Mir brennt das Thema unter den Nägeln. Die Anwohner haben ein Recht darauf, dass sie ruhig und trocken schlafen können", befindet Luhdens Vize-Bürgermeister und SPD-Fraktionschef Hartmut Büscher. Und ergänzt: "Die Firma muss sich - jetzt - was einfallen lassen." Auch für Büschers Pendant bei der CDU, Thomas Beckmann, ist die Situation "nicht mehr akzeptabel". Beckmann: "Wir sollten der Firma eine Frist setzen, bis zu der die Arbeit erledigt sein muss - anderenfalls schauen wir uns nach einem geeigneteren Betrieb um. Und auch Fraktionskollege Karl-Heinz Heise sagt: "Wenn die Firma in Luhden kein Geld verdienen will, suchen wir eine andere." Der Hintergrund, wie ihn Luhdens Gemeindedirektorin Svenja Edler in ihrer Vorlage zur Sitzung schildert: Nach den Starkregenfällen des Jahres 207 hat es im Bereich "Unter den Kämpen/Ecke Nord-Süd-Straße" zunehmend Probleme beim Beseitigen des Abwassers gegeben. Ein Überprüfen des Regenrückhaltebeckens habe ergeben, dass dessen Funktion durch starken Bewuchs und den Schlamm, der sich im Laufe der Jahre im Becken angesammelt hat, erheblich beeinträchtigt ist. Am 9. Oktober 2007 hatte sich der Rat mit dem Thema beschäftigt - und folgenden Beschluss gefasst: "Die Speicherfunktion des Regenrückhaltebeckens an der Nord-Süd-Straße soll wieder hergestellt werden. Zu diesem Zweck soll das Becken durch eine Fachfirma geräumt und entschlammt werden." Das Ortsparlament stellte dafür 6000 Euro zur Verfügung. Edler: "Die Verwaltung hat daraufhin mit Schreiben vom 18. Oktober 2007 einer allgemein anerkannten Fachfirma den Auftrag erteilt, das Becken auf der Grundlage des von ihr selbst eingereichten Angebots zu räumen." Die Firma sei gebeten worden, die Arbeiten möglichst noch 2007 zu erledigen, um das Abwasserproblem für die Anwohner zu entschärfen. Allerdings müssten die Arbeiten entweder in einer trockenen Witterungsperiode oder aber bei Frost erfolgen. "Der Inhaber", berichtet Edler, "hat zugesagt, die Arbeiten - sobald es die Witterung zulässt - sofort zu erledigen." Aufgrund der (nicht stimmigen) Witterungsverhältnisse sei das Regenrückhaltebecken bislang nicht geräumt worden. "Seitens der Verwaltung", so die Gemeindedirektorin in ihrer Vorlage abschließend, "kann keine realistische Einschätzung vorgenommen werden, wann die für die erforderlichen Arbeiten notwendigen Witterungsverhältnisse eintreten werden." Bei der Diskussion im Rat (siehe oben) präzisiert Edler ihre Stellungnahme: Zwar teile sie den Unmut, aber: "Ich will mir nicht anmaßen, der Firma, die auch das Ahnser Becken ausgebaggert hat, fachlich hineinzureden." Die Gemeindedirektorin ist überzeugt, dass besagte Firma nach wie vor ein Interesse daran hat, den Auftrag aus Luhden auszuführen; sie werde tätig werden, sobald es die Umstände zulassen. "Denn", gibt Edler zu bedenken, "das Becken darf den Einsatz des schweren Räumgeräts auch nicht beschädigt werden." Gleichwohl soll die Firma jetzt nochmals kontaktiert und an die Dringlichkeit des Räumvorhabens für Luhden erinnert werden.



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