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Zwischen Zwangssterilisation und Kindereuthanasie: Von der Verhütung „lebensunwerten Lebens“ per Gesetz

„Rassenhygiene“ im Schaumburger Land

Albert Friehe, seit 1935 Bückeburger Bürgermeister, formulierte in seiner Schrift „Was muß der Nationalsozialist von der Vererbung wissen? (1939) seine Vorstellungen zum Umgang mit Behinderten: „Wir wollen die Belasteten, die unschuldig sind an ihrem Leid, auch nicht im Straßengraben zugrunde gehen lassen. Sie sollen und müssen asyliert werden. Aber diese Fürsorgetätigkeit soll nicht länger ein Selbstzweck sein, sondern ein zielbewußtes Mittel zur Reinigung und Gesundung der eigenen Art. Darum haben selbst die Erbkranken der Gemeinschaft, die sie nicht zugrunde gehen lässt, noch einen Gegendienst zu leisten: Sie haben unter allen Umständen das Volk mit minderwertiger Nachkommenschaft zu verschonen, und wo ihnen die notwendige Einsicht dazu fehlt, haben sie sich bedingungslos dem Zwang zu fügen.“

Abbildung aus dem „Stader Jahrbuch“.

Autor:

Stefan Brüdermann


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