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Ortsrat kritisiert "Hinausschieben" der Verwaltung / Ortsbürgermeister-Treffen im Mai

Rasenreihengräber für Todenmann: Warum kompliziert, wenn es leicht geht?

Todenmann (clb). Nach der Einrichtung auf dem Seetor- sowie dem Extener Friedhof wünschen sich auch die To denmanner Rasenreihengräber für ihr Dorf. Eigentlich dürfte einer zeitnahen Umsetzung nichts im Wege stehen: eine großzügige Fläche ist vorhanden, die Mehrheit der Bürger dafür und der Antrag in der Ortsratssitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen worden. Recht ungeduldig warten die Kirschdörfler jetzt nur noch auf die Stadtverwaltung, die zu diesem Thema am 20. Mai alle Rintelner Ortsbürgermeister an einen Tisch holen will.

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Erster Stadtrat Jörg Schröder ging zunächst auf die allgemeine Bedeutung der Rasenreihengräber ein. Eine solche Bestattungsform entspreche dem zunehmenden Bedürfnis der Bevölkerung. In Rinteln gebe es jedoch erst zwei Standorte, an denen dieser Trend umgesetzt sei: an der Seetorstraße sowie auf dem Extener Friedhof. Da nicht nur in Todenmann der breite Wunsch besteht, solche Gräber einzurichten, sondern auch in vielen anderen Rintelner Ortsteilen, wolle sich die Verwaltung nun Gedanken über die technische Umsetzung und die damit verbundenen Kosten machen. Am 20. Mai sei deshalb ein Termin mit allen Rintelner Ortsbürgermeistern vereinbart, bei dem dieses Thema vertieft und gleichzeitig geschaut werden solle, in welchen Ortsteilen Bedarf da sei. Dass bei der Verwaltung immer "alles auf die lange Bank" geschoben werde, stieß in den Reihen der Todenmanner Ortsratsmitglieder auf Unverständnis. Der einheitliche Tenor: Warum umständlich, wenn es auch einfach geht? SPD-Fraktionssprecher Klaus Helmentag dazu: "So kompliziert muss man es doch gar nicht machen. Warum das Ganze soweit hinausschieben, wenn der Bedarf in Todenmann da ist?" Ohnehin glaube er, dass der größte Teil der Dorfbewohner vorerst bei der traditionellen Bestattungsform bleibe. Ähnlich sah das Paul-Egon Mense (FDP): "Was soll da am 20. Mai besprochen werden? Wir haben eine vorhandene Fläche, die Pflege ist einfacher und die Kosten geringer. Daher verstehe ich die Diskussion nicht..." Und CDU/FDP-Fraktionssprecher Heinrich Thoke ging noch einen Schritt weiter: "Die Verwaltung zieht sich ja auch selbst zurück, da es solche Gräber schon gibt." Der Tagesordnungspunkt wurde schließlich mit dem einstimmigen Votum beendet; der Termin mit den Ortsbürgermeistern am 20. Mai bleibt trotzdem bestehen.



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