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Dach des Unterstandes auf dem Festplatz wird abgebaut

Randalierende Jugendliche - Ortsrat setzt ein Zeichen

Hohenrode (clb). Immer wieder für Ärger bei den Ortsratsmitgliedern und den Anwohnern sorgen Hohenroder Jugendliche, die sich regelmäßig auf dem Spiel- und Festplatz treffen und häufig im alkoholisierten Zustand randalieren. Zielscheibe für Abfälle und leere Flaschen ist vor allem der überdachte Unterstand.

In der jüngsten Sitzung des Ortsrates Hohenrode-Strücken wurde diskutiert, welche Maßnahmen greifen könnten, um die Jugend künftig zurückzuhalten. Auch über die Option, das Dach des Unterstandes abzubauen, was bereits Überlegung der letzten Ortsratssitzung war, wurde erneut diskutiert. Claus Brandt (DGH) plädierte dafür, das Dach des Unterstandes auf dem Spiel- und Festplatz abzubauen und hinter dem Bolzplatz wieder aufzubauen, um die Geräusche so weit wie möglich von den Anwohnern fern zu halten. SPD-Fraktionssprecher Bernd Wüpker war der Ansicht, dass sich das Problem auf diese Weise nur verlagere. Zudem sollten die Jugendlichen seiner Meinung nach nicht machen können, was sie wollen. "Die Vorfälle sollen Konsequenzen haben, die Bestrafung soll wirken", sprach er sich für einen alternativlosen Abbau aus. Auch Gerlinde Göldner-Dorka (SPD) sieht die Verlagerung als "große Gefahr". "Dort können wir noch weniger kontrollieren, was sie machen", warnte sie. "Wir sind in einer Verpflichtung", erklärte Ortsbürgermeister Helmut Dörjes (DGH) hingegen. "Wir können das Dach nicht einfach abbauen und die Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen lassen!" Die gleiche Ansicht teilte auch Barbara Leibelt-Menzel (CDU). Sie rief dazu auf, sich in die Situation der Jugendlichen zurückzuversetzen, und betonte, dass die Jugend einen eigenen Platz für sich bräuchte. Statt sie zu bestrafen, schlug Leibelt-Menzel vor, solle man sie mit in die Arbeit einbinden. "Es ist illusorisch zu glauben, wenn das Dach weg ist, gibt es keine Probleme mehr." Auf Vorschlag von Dörjes einigte sich der Ortsrat einstimmig darauf, das Dach zunächst abzubauen und - bis Klarheit über einen neuen Standort besteht - einzulagern. Dann soll schnellstmöglich ein Ortstermin vereinbart werden, zu dem auch die Jugendlichen eingeladen werden, um gemeinsam eine geeignete Lösung zu finden.




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