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Ralf Schmitz in Hannover: Zerreißprobe für das Zwerchfell

TV-Shows wie „Die dreisten Drei“, „Schillerstraße“, „Genial daneben“, „Take Me Out“ sowie die beiden Kino-Hits „7 Zwerge“ verhalfen Ralf Schmitz zu großer Popularität. Bei seinen Bühnenprogrammen überzeugt der Comedian das Publikum mit genialer, unvorbereiteter Stand-Up-Comedy - auch bei zwei Auftritten in Hannover.

Wer bei Schmitz in den vorderen Reihen sitzt, muss damit rechnen, dass er auf charmante Weise mit in die Show einbezogen wird. Nach dem Motto „Wer viel zu sagen hat, muss schnell sprechen“ stellt er den Gästen Fragen wie „Ist das dein Mann?“ oder „Wie heißt du?“ und findet in „Angel“ sein erstes Opfer. Die muss sich nach der Vokal-Attacke jedoch ernsthaft fragen, ob das Publikum mehr über ihre Antworten oder die Fragen des Komikers gelacht hat.

Großes Gelächter, als er Fotos seiner Mutter zeigt, wie sie mit ihrem neuen Handy immer wieder versucht, Selfies zu schießen. Dabei präsentiert er auf zwei Leinwänden die witzigsten Bilder. Kurz danach darf das Publikum Schmitz von Sächsisch, Hessisch, Bayrisch oder Ostfriesisch Dialekte zurufen – dazu kommen positive und negative Gefühle und ein Ort, wo sich zwei Menschen im Alltag treffen können. Der Comedian holt Nadine auf die Bühne, die sich für den Friedhof als Treffpunkt entscheidet. Ein Zufallsgenerator wählt, welche Begriffe genommen werden. Es beginnen lustige Wortspielereien, die vom Publikum mit viel Beifall bedacht werden.

Der Entertainer zeigt, wie es wohl wäre, wenn Paul Panzer die „Tagesguck“ moderieren und dabei von Kollegen wie Bülent Ceylan, Otto oder Mario Barth unterstützt würde. Während der gesamten Show befindet sich Schmitz in einem Geschwindigkeitsrausch, dass es einem manchmal schwerfällt, seinen Ausführungen zu folgen. Sichtlich genossen die Besucher die gezielten Angriffe auf ihr Zwerchfell – Schmitz‘ Antidepressivum gegen Alltagsstress verfehlte ihre Wirkung jedenfalls nicht.




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