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Alle Parteien wollen Parkstreifen nahe Amtsgericht zu Gunsten der Sicherheit verschwinden lassen

Radweg nach Enzen - ganz ohne Schlenker

Stadthagen (jl). Nach längerer Pause kommt Bewegung in den Ausbau des Radwegenetzes in der Stadthäger Innenstadt. Der Bauausschuss hat am Donnerstag mit großer Mehrheit ein Konzept für einen durchgängigen Hochbord-Radweg aus der Innenstadt nach Enzen abgesegnet. Nächstes Jahr soll die Verbindung gebaut werden. Dabei sollen auch einige Sicherheitsschwachstellen für Fußgänger und Radfahrer zwischen Hagemeyer und Festplatz verschwinden.

Der Anstoß kommt in diesem Fall nicht von einer Bürgerinitiative oder aus einer der politischen Gruppierungen des Rates, sondern vom Ufer des Krummen Baches vis à vis des früheren Stadtwerke-Gebäudes an der Enzer Straße. Das ist laut Bauamtsleiter Manfred Fellmann auf einer Länge von rund 400 Meter "nicht mehr standfest" und muss dringend saniert werden. Dies hat das Bauamt zum Anlass genommen das Thema Radweg in die ohnehin notwendigen Planungen einzubeziehen. Die Prämisse dabei, wie es Fellmann in Planer-Deutsch formulierte, sei die "Liniencharakteristik". Das heißt, wenn schon eine Radwegverbindung in einen Ortsteil, dann geradlinig ohne Schwenker und Schlenker. So soll es kommen. Die Radfahrer sollen auf beiden Seiten der Enzer Straßen auf Hochborden fahren können. Diese werden zum Teil bei der Böschungssanierung geschaffen und müssen an anderer Stelle durch stellenweise Verbreiterungen der vorhandenen Borde bereitgestellt werden. Das bereitet laut Fellmann im Fall der Enzer Straße wegen deren Fahrbahnbreite keine Probleme. Bei der rechtlichen Widmung will die Stadt "leistungsstarken Radfahrern" entgegen kommen. Diese sollen auf der Fahrbahn strampeln dürfen. Die Hochborde werden als Gehwege gewidmet, die die Radfahrer benutzen dürfen. Das wird durch ein weißgrundiges Hinweisschild mit der Aufschrift "Radfahrer frei" deutlich kenntlich gemacht. Einen neuen Weg - zumindest für Stadthagen -will das Bauamt für links abbiegende Radfahrer an der Kreuzung Enzer Straße/Jahnstraße gehen: Dort bekommen die Radler an der Haltelinie vor den Autos eine Fläche, wo sie in Position zum Abbiegen gehen können. Eine spezielle Ampelschaltung wird den Zweirädern früher grün signalisieren als den Autos. Aus dem Ausschuss kam von Sprechern aller politischen Gruppierungen Zustimmung. So freute sich Gerhard Tüting (SPD), endlich nicht mehr über Radwegekonzepte diskutieren zu müssen, sondern endlich etwas Handfestes beschließen zu können. Zum Schluss löste Fabian Deus (CDU) eine kleine Lawine aus: Er regte an, den Parkstreifen auf der Amtsgerichtsseite zu beseitigen. Dort gebe es bei hohem Verkehrsaufkommen immer wieder gefährliche Situationen -vor allem für Fußgänger und Radfahrer. Genau so sehen es laut Ute Steidel die SPD und laut Ernst Lenk die Grünen. Gebaut werden soll im kommenden Jahr, und kosten soll die Fahrradroute rund 175 000 Euro. Die Stadt rechnet mit Zuschüssen des Landes.




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