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Radrennen ProAM: Der Berg reißt das Feld auseinander

BAD MÜNDER. Hans-Joachim Werhahn hat einen Logenplatz. Aus dem ersten Stock seines Hauses am Justus-von-Liebig-Weg hat er den perfekten Blick auf eine der Stellen, wo das Südfeld zum Jubeln zusammenkommt. Ausgelassene Stimmung herrscht vor dem Haus, und als die Spitze des Radrennens ProAM naht, brandet Jubel auf.

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Autor:

Jens Rathmann und Christoph Huppert

Werhahn nimmt seine Kamera mit hinunter – eine perfekte Situation für Schnappschüsse. Mit viel Beifall wird aber nicht nur die Spitzengruppe quer durch das Stadtgebiet begrüßt. Anders als im Vorjahr gibt es kein großes Hauptfeld – was versierte Radsportfans gleich auf einen zentralen Umstand zurückführen: Erstmals wird der Rundkurs in umgekehrter Richtung befahren, was den Nienstedter Pass als „Scharfrichter“ gleich im ersten Drittel der 110 Kilometer langen Strecke positioniert. Und am Berg müssen viele Sportler abreißen lassen, finden sich dann in kleineren versprengten Gruppen von 10 bis 15 Sportlern zusammen, um das Tempo hoch zu halten und den Windschatten zu nutzen. Über Nienstedt, Eimbeckhausen, Egestorf und Bakede geht es nach Hamelspringe, wo die erste von zwei großen Verpflegungsstationen auf der Strecke aufgebaut ist.

Dort herrscht rege Betriebsamkeit. Neben den Helfern aus dem Tour-Tross sind auch der TSV und die Feuerwehr aus Hamelspringe mit vielen Helfern vor Ort. Sie schneiden Bananen in mundgerechte Stücke und bereiten neue Wasserflaschen für die Sportler vor. Alte Fastregel: An der Verpflegungsstation wird Zeit verloren, aber ohne Verpflegung gerät das ganze Rennen in Gefahr. Also: Schnell eine Flasche greifen, eine zweite für die Trikottasche, die Banane wird auf dem Weg nach Bad Münder verputzt. Helferinnen reichen denen, die nicht anhalten, Flaschen an – ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Am Servicewagen eines Sponsors können kleinere Defekte schnell behoben werden, nicht weit davon duftes es verführerisch vom Grill: Mit Bratwurst, Bier und Rennatmosphäre hautnah wird das Rad-Event auch zur Party für die Hamelspringer.

Über Bad Münder, Hachmühlen und Brullsen geht es für die Sportler weiter, dann über Eldagsen zurück nach Hannover. Als Gewinner überqueren dort nach 2:49:55 Stunden vier Männer gleichzeitig die Ziellinie. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit: 38,84 Kilometer pro Stunde.

Zufrieden sind nach dem Rennen auch die heimischen Einsatzkräfte mit der Sicherung der Strecke. 445 Sportler hat Fan Marvin Klose vor dem Leitwagenzentrum von Feuerwehr und Polizei am Rohmelcenter gezählt, 471 weist die offizielle Liste der Veranstalter aus. 120 Feuerwehrmitglieder und 18 Polizisten begleiteten das Rennen. „Keine Zwischenfälle. Aus unserer Sicht hat das sehr gut geklappt“, sagt Eckard Wiegand-Behmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei.



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