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Pilgerten 2006 rund 4000 Fans zum Quo-Konzert in die AWD-Hall, waren es in diesem Jahr 1500 mehr. Die Frage nach dem „Warum?“ war jedoch im Nachhinein schnell beantwortet: Die bayerische Rock’n‘Roll-Mundart-Kombo unterlag der britischen Übermacht nur knapp nach Chartbreakern.

„Ich hoffe, ihr mögt uns auch hier im Norden“, witze

Die bayerischen Buam um Frontmann Günther Sigl rockten mit den „Königen der drei Akkorde“ fast in Augenhöhe, waren ihnen insbesondere musikalisch mehr als ebenbürtig.

Gleich ihr Opener brachte es auf den Punkt: „Mir san a bayerische Band“ und beherrschen unsere Musikinstrumente wie aus dem „FF“. Das Sextett zog ihre „Rock’n‘ Roll Schuah“ an und los ging’s mit Songs wie „Schickeria“, „Wo bist du?“ und „Ich schau‘ dich an“. Zum Schluss der Überhit „Skandal im Sperrbezirk“, der selbst die eingefleischte Status-Quo-Fangemeinde ins Schwärmen brachte – überhaupt verstanden sich an diesem Abend Sepplhose und Jeans ausgezeichnet.

„The Same Procedure As Every Show“ – Francis Rossi kauert vor den Marshall-Türmen, während Parfitt aus seiner Fender die ersten Töne des Openers „Caroline“ herausdrischt.

Der Zopf ist ab. Auch ohne sein langjähriges haariges Markenzeic
  • Der Zopf ist ab. Auch ohne sein langjähriges haariges Markenzeichen rockt Francis Rossi mit unveränderter Spielfreude.

Nach dem Motto „Whatever You Want“ hält sich die Konstante Rossi/Parfitt nicht lange mit Vorreden auf, lässt Hit auf Hit auf die Fans niederprasseln.

Immer wieder suchen die beiden Frontmänner den Kontakt zum Publikum, blinzeln zu den Fans, lachen und scherzen mit ihnen. Noch nie haben sich Status Quo von Trends und Modeerscheinungen leiten lassen, beeindruckten immer mit schnörkelloser, gradliniger Rock-Mucke.

Dass schien auch die Queen zu beeindrucken, die Ende 2009 die Herren Parfitt und Rossi mit dem Orden „Order Of The British Empire“ würdigte – Ehre, wem Ehre gebührt.

„In The Army Now“, „Roll Over, Lay Down“, „Down Down“, „Rockin‘ All Over The World“ – die zweite Konzerthälfte wird für das Quintett zum Siegeszug durch mehr als 40 Jahre erfolgreiche Rockgeschichte.

„Rock’n‘Roll Music“ und „Bye Bye Johnny“ als Zugabe – echte Rock’n‘Roller wissen halt was sie dem Rock’n‘Roll schuldig sind.

Schade, dass sich die Band nicht mehr so richtig mit den 60ern anfreunden kann – etwas vermisst haben wir „Pictures Of Matchstick Men“ und „Ice In The Sun“ schon ein wenig – aber nur ein wenig.



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