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Mit dem nagelneuen "Rocket" sind die Webers erstmals in Bückeburg auf dem Frühjahrsmarkt

"Quereinsteiger haben es sehr schwer"

Bückeburg (mig). Einen gelungenen Start legte das erstmals auf dem Frühjahrsmarkt vertretene Hochfahrgeschäft "Rocket" hin. Direkt neben dem Rathausturm konnten mutige Piloten den Luftraum erkunden. Das 1,2 Millionen teure "Institute of Power" macht sich schon von weitem bemerkbar. Tiefe Frequenztöne kündigen den Raketenstart an, dann setzt sich der Schaukel-Mechanismus in Bewegung. "Endlich geht's los, das macht richtig Spaß", freuen sich Tobias, Alexander und Martin auf den "Abschuss",

"Wiederholungstäter": Tobias (v.l.), Alexander und Martin mit Th

Während "Kids" auf den senkrechten Adrenalin-Kick abfahren, betrachten ältere Besucher das Geschehen lieber aus der Ferne. "Das geht mir zu hoch hinaus, ich fahre lieber mit dem Auto-Scooter", sagt Marion Köster. Wie die meisten "Premieren"-Gäste ist aber auch sie der Meinung, dass das neue Fahrgeschäft einen Gewinn für den Markt darstellt. Köster: "Das macht vor allem den Jugendlichen viel Spaß, außerdem ist ein guter Mix gerade für die kleineren Märkte wichtig." Thomas Weber, Chef der "Rocket", hat von seinem "Regiepult" aus den Start beobachtet. In dem kleinen Häuschen sieht es ein wenig aus, wie im Raketenleitstand in Houston, überall Knöpfe und Regler. "Ich habe sogar eine dicke Mappe mit Schaltplänen, für den Fall, dass etwas kaputtgeht", erzählt er. Dann dreht er den Joystick bis zum Anschlag: "Wir geben jetzt noch mal richtig Gas", verkündet er über sein Mikrophon - die Antwort ist ein lang gezogenes Kreischen. Weil sich Nervenkitzel immer gut verkaufen lässt, hat Weber das Hochfahrgeschäft im vergangenen Jahr auf Kreditbasis erworben. Der Schausteller ist davon überzeugt, dass sich die teure Raketenschleuder auch in Bückeburg rentieren wird. "Ein großer Vorteil hier ist, dass der Markt direkt in der Innenstadt stattfindet und auch am Abend geöffnet ist", betont er. Die Familie Weber war deshalb mit anderen Geschäften schon oft in der ehemaligen Residenzstadt. "Ich stamme aus einer Schaustellerdynastie, mit einer rund 100 Jahre alten Tradition", erzählt der Herforder, "wir haben einen Familienbetrieb". Tatsächlich: Gattin Monika arbeitet direkt gegenüber im "World of Fantasy" und Vater Josef Weber (79)hat ein "Biene-Maja"-Karussell auf der Langen Straße. Ebenfalls immer an Bord sind die beiden Kinder - 13 und 4 Jahre alt. Sie begleiten die Eltern auf ihren Reisen und gehen am jeweiligen Standort zur Schule. "In der nächsten Woche sind wir in Stadthagen, dann wird die Älteste dort für ein paar Tage eine neue Klasse bekommen", erzählt Weber. Schon jetzt wissen die beiden, das sie später einmal ins Familiengeschäft einsteigen wollen. "Für das Leben als Schausteller muss man geboren sein", betont der stolzeVater: "Quereinsteiger haben es schwer."



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