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2500 Fans feiern Klassik-Boygroup im Kuppelsaal / „Lass die Oper Popsong werden“

Pures Glück für jeden, der Adoro ein Lächeln schenkt

Tosender Beifall brandete auf, als sich fünf adrett gekleidete Herren im Smoking, mit Anstecktuch und Fliege vom oberen Teil der Bühnentreppe langsam herunter zum Publikum bewegten. Endlich waren sie da – Adoro – seufz, schmacht.

Ihre glasklaren und durchdringenden Opernstimmen erfüllten jeden Winkel des Kuppelsaales, berührten jeden Konzertbesucher an seinem tiefsten, inneren Punkt. Gerade das schien den fünf jungen Künstlern sehr am Herzen zu liegen – die Menschen zu berühren, sie mit ihrer Musik glücklich zu machen. Wer zu ernst drein blickte, und das in unmittelbarer Nähe der Künstler, wurde von ihnen per Mimik und Gestik liebevoll zu einem Lächeln aufgefordert.

Adoro (italienisch für „Ich bete an“) wurde 2007 als Klassik/Pop-Crossover-Projekt ins Leben gerufen. Damals wurden die fünf Opernsänger aus mehr als 200 Bewerbern von Andy Lutschounig von Soda Music aus Berlin ausgewählt.

Das sympathische Quintett, bestehend aus Peter Dasch (Bassbariton aus Berlin), Laszlo Malecky (Tenor aus Österreich, Wien), Nico Müller (Bariton aus Klingenthal in Sachsen), Jandy Ganguly (Bariton – Berliner mit indischen Wurzeln) und Assaf Kacholi (lyrischer Tenor aus Tel Aviv) wurde vom Wind aus mehreren Richtungen der Welt hierher geweht – zu unserem Glück.

„Glück“ heißt auch das neue Album, aus dem Adoro mit Stolz einige neue Coversongs im klassisch-popigen Stil präsentierte. Insgesamt lauschte man jedoch einer Hit-Kombination aller drei bis dato veröffentlichten Alben.

Los ging’s mit „Halt mich fest“ („Take On Me“ von A-ha), gefolgt von „Gib mir Sonne“ – einem Song von Rosenstolz. Ein weiterer Song des Berliner Duos, nämlich „Lass es Liebe sein“, bedeutete für Adoro den Startschuss für ihre rasante Karriere.

Aus ihrem ersten Hit-Album „Adoro“ durfte natürlich „Liebe ist alles“ nicht fehlen. Dieser Song stellt nach Aussagen der Gruppe etwas Besonderes für sie dar – in den anfänglichen, recht stürmischen Zeiten ihrer Karriere gab ihnen dieses Lied sehr viel Kraft und Energie.

Besonders die Titel „Engel fliegen einsam“ von Christina Stürmer und „Geboren um zu leben“ von Unheilig wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und teilweise mitgesungen – wohl dem, der sich das an diesem Abend zutraute.

Das Orchester bestand überwiegend aus sehr talentierten Violinistinnen – aber auch von zwei Ausnahmekünstlern an Harfe und Piano. Während Duygu Aydogan an der Harfe brillierte, überzeugte die in Hannover geborene Pianistin Ming mit einem selbst komponierten Medley.

Hannoveraner ist übrigens auch Peter Dasch – und sogar ein Nachkomme der Bücherkette „Schmorl und von Seefeld“. Immer wieder suchte Adoro nach fast jedem Stück den Kontakt zum Publikum. Es war schön, sich dieser gemütlichen und heimischen Atmosphäre hinzugeben und im gleichen Atemzug die gigantischen, atemberaubenden Stimmen zu genießen.

„So soll es sein, so kann es bleiben“ von Ich & Ich war eine weitere Coverversion - leider blieb es aber nicht so, denn auch so ein Abend geht „irgendwie, irgendwann, irgendwo“ zu Ende. Doch zwei Zugaben mit kleiner Tanzeinlage ließen sich die fünf Multikulturellen nicht nehmen.




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