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Werbeaktion für Schiedsrichter-Amt voller Erfolg/ Ehrungen für langjährig Aktive

Punkte und Pokale: Ohne „Schiri“ geht es nicht

HAMELN. Ein Fußballspiel, in dem es um Punkte oder Pokale geht, ohne Schiedsrichter?

Das geht eigentlich nicht, und dennoch müssen Spieler und Fans mit diesem Gedanken leben. Denn die Zahl der Schiedsrichter nimmt ständig ab, und die Spielorganisatoren gerade in den unteren Klassen müssen immer häufiger passen, wenn es gilt, sie mit einem Referee, geschweige denn auch mit Assistenten zu besetzen. Der Fußballkreis Hameln-Pyrmont macht da keine Ausnahme, wie es jetzt die Jahresversammlung der Schiedsrichter-Vereinigung deutlich machte. Entsprechend intensiv appellierte deren Vorsitzender, Michael Rieke, an die Vereine, alles zu tun, um für die Ausbildung zum Schiedsrichter zu werben: „Ohne sie geht es nicht, das muss allen klar sein.“

Doch Rieke zeigte auch, wie es gehen kann, um das Problem zu lösen: Die Zahl der gemeldeten Unparteiischen im Kreis ist entgegen dem Trend im vergangenen Jahr um vier gestiegen: „Weil wir mit besonderen Werbeaktionen und der Unterstützung von AWESA so viele Teilnehmer beim Anwärterlehrgang hatten wie lange nicht.“ So stehen den Ansetzern Dieter Schröder (Herren), Gerd Nähring (Jugend) und Susanne Dombek-Schröder (Frauen) aktuell 131 aktive Schiedsrichter zur Verfügung. Zudem sind 27 Referees als passiv gemeldet. Doch insgesamt könne, so Rieke, die Zahl nicht zufriedenstellen. Das habe sich vor allem in den Wochen gezeigt, da eine Unmenge von Nachholspielen zu besetzen waren. „Zuweilen mussten Schiedsrichter bis zu fünfmal in der Woche pfeifen. Das ist eigentlich eine nicht zumutbare Belastung“, betonte er und verband das zugleich mit einem dicken Lob an die Garde der älteren Schiris: „Ohne sie hätten wir das alles nicht geschafft!“

Diesem Dank schlossen sich auch in ihren Grußworten Kreisfußballchef Andreas Witt-
rock und der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses, Werner Jorns, an. So mahnte Witt-
rock, das Ansehen der Schiedsrichter zu stärken. Es sei wichtig, sie vor Pöbeleien der Zuschauer zu schützen. Bei all dem, was bei den Spielen zu beobachten sei, müsse man sich nicht wundern, wenn das Interesse an der eigentlich so schönen Schiedsrichterei abnehme. Auch Jorns lobte die Schiedsrichter für ihre Flexibilität und Einsatzbereitschaft und hob die guten Leistungen bei den Hallenmeisterschaften gerade der jungen Spielleiter hervor. Trotz aller Negativmeldungen und trotz aller Zukunftsproblematik: Die Vereinigung der Schiedsrichter hatte auch Grund zur Freude. Zum einen ist da Johann Pfeifer, der als erster Schiedsrichter zum „Sportler des Jahres“ im Kreis gewählt wurde und in die 2. Bundesliga aufgestiegen und somit zu einem Aushängeschild des Fußballkreises geworden ist, und zum anderen ist da die Liste der vielen geehrten Schiedsrichter. So wurden mit Urkunde, Verdienst- und Ehrennadel ausgezeichnet: für 15 Jahre Ömer Akin (TSV Großenwieden), für 20 Jahre Helmut Kirstein (SpVgg Bad Pyrmont) und Johann Pfeifer (HSC BW Tündern), für 25 Jahre Manfred Picke (TSG Emmerthal) und Bernhard Pohl (TB Hilligsfeld), für 30 Jahre Roland Mizera (MTSV Coppenbrügge), Torsten Schreiber (WTW Wallensen) und Timo Steinbarth (MTV Lauenstein).HEK




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