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Sommeraktion führt zu Bornemann: Jährlich werden 3000 Pumpen produziert und weltweit exportiert

Pumpen-Giganten lassen Zeitungsleser staunen

Gelldorf (clb). Rund 3000 verschiedene Pumpen werden jährlich im Gelldorfer Maschinenbauunternehmen Bornemann hergestellt - die "kleinste" von ihnen wiegt etwa 300 Kilogramm, die schwerste 20 Tonnen. Exportiert werden sie in die ganze Welt - nach Indien und Kanada, Algerien und Norwegen, in den Iran und in den Sudan.

Mit diesen und vielen weiteren Informationenüber Produktion, Verarbeitung, Lagerung und Versand versorgte Fertigungsleiter Kurt Hampel die knapp 20 Teilnehmer unserer Sommeraktion, die gestern Vormittag nach Gelldorf gekommen waren, um einen Blick in die riesigen Hallen der Firma Bornemann zu werfen. Bevor Hampel die aus dem gesamten Landkreis angereisten Gäste über das Gelände führte, gab Gerhard Rohlfing als technischer Leiter zunächst eine kurze Einführung in die Firmengeschichte : So wurde die Bornemann GmbH 1853 gegründet, seit 75 Jahren befasst sie sich mit der Konstruktion und dem Bau von Pumpensystemen. 1934 wurde mit der Herstellung von zweispindeligen Schraubenspindelpumpen mit Außenlagerung begonnen, die bis heute den größten Teil der Produktion ausmachen. 1988 wurde dann die Multiphasentechnik entwickelt. Und 1993, fünf Jahre später, als der Ölpreis sein absolutes Minimum erreicht hatte, wurde die erste Multiphasen pumpe bei Bornemann patentiert - von denen in den darauffolgenden Jahren die verschiedensten Typen hergestellt wurden. Darunter auch Unterwassermodelle, die Tiefen bis zu 1600 Meter erreichen. Aktuell, erklärt Gerhard Rohlfing, seien mehr als 100 000 Bornemann-Pumpen im Einsatz. Insgesamt arbeiten weltweit 600 Mitarbeiter für das Unternehmen, davon allein 500 am Standort Gelldorf. Anschließend ging es für die Teilnehmer der Sommeraktion, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, einmal quer über das Gelände: zunächst in die Versand- und Montagehalle, wo die fertigen Pumpen in Container verladen werden, danach in die Halle der Kunststofftechnik und schließlich zum Warenein- und -ausgang, wo Rohmaterial eintrifft, von dort in die Schweißerei transportiert und verarbeitet wird. Im Hochregallager sind die einzelnen Bauteile, die für die Pumpenproduktion benötigt werden, untergebracht, erklärt Kurt Hampel, während die Teilnehmer der Sommeraktion beeindruckt an den riesigen, scheinbar endlosen Regalreihen emporblicken. Ein "weiteres kleines Standbein" hat sich Bornemann durch die Herstellung von Lebensmittelpumpen aufgebaut, so der Fertigungsleiter weiter. Zu den Kunden gehören unter anderem Hersteller von Schokolade, Fruchtsäften, Käse oder Joghurt. Weiter geht es in die Ausbildungswerkstatt, in der aktuell 26 Lehrlinge beschäftigt sind, in den Prüfstand, wo jede Schraubenspindelpumpe einer Abnahmeprüfung unterzogen wird, in die Lackiererei (wo die Pumpen ihren Farbanstrich bekommen) und schlussendlich in den großen "Trocknungsofen". Beeindruckt zeigen sich unsere Zeitungsleser nach der Führung vor allem von den gigantischen Pumpen, auf die Hampel während der Betriebsbesichtigung näher eingegangen ist. "Super! Ich bin überrascht", staunt Hans-Joachim Schadow aus Rinteln. "Solche riesigen Pumpenkörper hätte ich hier gar nicht erwartet!" Auch Heinz Buth, der sich gemeinsam mit Schadow für die Bornemann-Führung angemeldet hat, ist fasziniert - vor allem von der Schweißtechnik. Und davon versteht er schon etwas, schließlich hat er selbst jahrelang als Maschinenschlosser gearbeitet...




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