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Störung durch kaputte Dichtung / Betreiber will keinen Ärger mit den Nachbarn

"Puh, stinkt das hier" - Biogasanlage bereitet immer wieder Verdruss

Rolfshagen (la). "Puh, stinkt das hier", stellen Einwohner und Besucher in Rolfshagen immer wieder fest. Seit 2001 betreibt Heinrich-Jürgen Ebeling, gemeinsam mit Volker Caspary, auf seinem Hof eine 160-Kilowatt-Biogasanlage. Seitdem gibt es immer wieder massive Beschwerden, die meist bei Bürgermeister Thomas Priemer landen. Auch bei der Bürgerbefragung zur Dorferneuerung ist die Geruchsbelästigung durch die Biogasanlage von vielen Rolfshägern als sehr störendes Übel genannt worden.

Die Biogasanlage ist wegen der Geruchsbelästigung immer wieder e

Der Landkreis Schaumburg hat als Aufsichtsbehörde bereits häufiger Kontrollen vorgenommen und Auflagen festgelegt, die die Betreiber bislang immer erfüllt haben. "Ich will keinen Ärger mit den Nachbarn. Deshalb haben wir auch schon einiges an der Anlage und beim Betrieb verändert", sagt Ebeling. So würden in der Anlage keine Fette mehr verarbeitet, sondern es sei auf den Betrieb mit Mais und Gülle umgestellt worden. "Die in der Biogasanlage mit Mais vermischte und verarbeitete Gülle stinkt nicht mehr, wenn sie danach auf das Land aufgebracht wird. Ein klarer Vorteil. Auch das Endlager haben wir inzwischen abgedeckt", sagt Ebeling, gibt aber zu, dass es "immer wieder mal" zu Störungen in der Anlage komme. In der vergangenen Woche sei die Dichtung einer Rohrmuffe defekt gewesen. "Ich habe stundenlang nach dem Fehler gesucht, aber jetzt ist der Schaden behoben", sagt Ebeling. Nach siebenjährigem Betrieb würden jetzt die ersten Verschleißerscheinungen auftreten und Reparaturen anstehen und so könnte es eben zwischenzeitlich zu Störungen kommen. "Die werden aber umgehend behoben", versprach der Landwirt. Grundsätzlich will er an der Biogasanlage in naher Zukunft allerdings nichts verändern. Zwar handele es sich um eine Anlage der ersten Generation und die Fortschritte in der Entwicklung seien rasant gewesen, aber schon aus Kostengründen müsse die bestehende Anlage weiterlaufen. "Die Investitionskosten haben wir noch lange nicht wieder raus und eine Erweiterung kommt wohl nicht in Frage", stellt Ebeling fest. Besonders verärgert ist der Betreiber des benachbarten Restaurants "Salve", Toni Coi: "Der Gestank ist furchtbar. Das kann man den Gästen nicht zumuten. Wir können nicht einmal ein Fenster öffnen. Plätze in unserem Biergarten brauchen wir überhaupt nicht anzubieten, denn wer möchte schon bei einem solchen Gestank essen." Im Rahmen der Dorferneuerung wird das Problem um die Biogasanlage bei der nächsten Sitzung des Arbeitskreises auf den Tisch kommen und Bürgermeister Priemer hat wegen der zahlreichen Beschwerden wieder einmal den Landkreis informiert. "Wir werden die Anlage in Kürze kontrollieren", versprach der Pressesprecher des Landkreises Schaumburg, Klaus Heimann. Allerdings sei es häufig so, dass gerade, wenn eine Kontrolle vor Ort geschieht, keine Schäden und keine Geruchsbelästigung festzustellen sind. "Da müssten wir schon konkrete Hinweise bekommen, um handeln zu können", so Heimann. Eine immer wiederkehrende Geruchsbelästigung im Dorf und in der unmittelbaren Nähe eines Restaurants müsse auf jeden Fall abgestellt werden.



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