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Prozess um Brandanschlag: Urteil verschoben

Hannover. Der Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf dauert länger als geplant. Statt am 4. März soll es das Urteil nun erst am 17. März geben. Auch die für Montag geplanten Plädoyers verschieben sich.

 

Zuvor hatte die Verteidigerin des 31-jährigen Angeklagten ein neues Sachverständigen-Gutachten gefordert. Der bisherige Gutachter habe außer Acht gelassen, dass ihr Mandant bei der Tat erheblich alkoholisiert und damit vermindert schuldfähig gewesen sei. Das sagte Rechtsanwältin Tanja Brettschneider am Montag im Landgericht Hannover. Sie kritisierte den Gutachter als voreingenommen.

Die Verteidigung des mutmaßlichen Brandsatzwerfers hatte am letzten Verhandlungstag angeregt, eine Verurteilung wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge statt wegen versuchten Mordes in Betracht zu ziehen. Nach Überzeugung der Verteidigung ließ sich die Staatsanwaltschaft Hannover politisch beeinflussen, nachdem Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Anschlag bei seinem Besuch des Tatorts als "versuchten Mord" bezeichnet hatte.

Der 31-Jährige muss sich mit einem 25-Jährigen und einer 24-Jährigen aus Springe wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes verantworten. Das Trio soll Ende August einen Molotowcocktail in das überwiegend von Asylbewerbern bewohnte Haus im Weserbergland geworfen haben. Nur durch einen glücklichen Zufall wurde dabei niemand verletzt. (dpa/zett).



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