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Überregionale Bedeutung des Süntelbuchen-Arboretums unterstrichen

Projekt Hexenholz feierlich vorgestellt

Nettelrede. Hohen Besuch hatte sich der „Freundeskreis Süntel-Buchen“ der Heimatbund-Ortsgruppe Bad Münder eingeladen. Der Grund war, wie Vorsitzender Michael Meyer vor vielen Gästen erläuterte, die feierliche Vorstellung der neu erworbenen Projektfläche „Im Hexenholz“. Gleichzeitig wollte er bei dieser Gelegenheit den Vertretern der Stiftungen, der Universität Hannover, der Stadt Bad Münder sowie den Firmen und Privatpersonen für ihre Unterstützung des Vorhabens „ganz herzlich danken“. Dieses rund 18 000 Quadratmeter umfassende Areal sei wegen seiner Nähe zu dem schon bestehenden Arboretum in idealer Weise geeignet, die erfolgreiche Arbeit der Vermehrung des Süntelbuchenbestandes fortzusetzen, sagte Professor Michael Rode von der Leibniz Universität Hannover. Und Rode holte noch weiter aus: „Im Rahmen der Flurbereinigungen wurden um 1842 alle Süntelbuchen auf unseren Höhenzügen als unbrauchbare ,Unholte‘ abgeholzt. Zu krumm und zu verwachsen waren halt die Bäume. Wir wissen noch nicht sehr viel von der Süntelbuche, außerdem sind wir gewissermaßen im Umbruch begriffen wegen des Klimawandels. Nur der Angepasste in der Natur wird überleben, Vielfalt ist gefragt, daher ist auch das Klonen der letzten Süntelbuchen-Altbäume eminent wichtig.

Süntelbuchen haben wahrscheinlich die Urzeiten hier überlebt und könnten weit über die Region hinaus noch eine ganz große Bedeutung erlangen“, schloss der Wissenschaftler seinen Vortrag.

Karsten Behr von der Bingo-Umweltstiftung begründete den Förderbetrag von 20 000 Euro zu diesem „Ausnahme-Projekt“. Er brach eine Lanze für die „Bekloppten“ wie Michael Meyer und seine Mitstreiter im Süntelbuchen-Freundeskreis und erntete dafür lachenden Beifall. Als weitere Förderer hatten am Kaffeetisch unter schattigen Bäumen zur guten Laune beigetragen: Eckhard David von der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft, der den Begriff „Entscheidung nach Gutsherrenart“ nicht als Fremdwort verstanden wissen wollte, Joachim Storch für die Sparkassen-Stiftung, ebenso wie die 93-jährige Malerin Annemarie Rein-Piepho oder Gisela Hahne von Wilkhahn. Hilfestellungen beim Ankauf hatten Bürgermeister Hartmut Büttner von der Stadt sowie Dr. Gert Hahne vom Landwirtschaftsministerium gegeben. Büttner: „Wir dürfen uns freuen, so etwas Schönes hier bei uns zu haben, und ich danke ausdrücklich allen vorhin so liebevoll als Bekloppte bezeichneten Ehrenamtlichen. Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft und Ausdauer bei den vor Ihnen liegenden Aufgaben.“ Der Präsident des 1901 gegründeten Heimatbundes Niedersachsen, Heinz-Siegfried Strehlow, stellte seinen Verband vor mit ehemals prominenten Mitgliedern wie Hermann Löns und Wilhelm Busch. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Hier läuft ein Musterprojekt, zu dem ich gratuliere und das unserem Anspruch auf Umwelt- und Naturschutz total gerecht wird und auch Kultur nicht ausschließt.“ Die in das Projekt einbezogene Waldjugend war auf Pfingstfahrt, aber Gregor Kuhn, der sich in seiner Amtszeit als städtischer Bauamtsleiter für die Süntelbuchen engagiert hatte, sowie die Beamten der umliegenden Forstämter wie Axel Gerlach, Günther Raschke und Jürgen Bosse ließen sich die Neuerwerbung auf einem Rundkurs vorführen. Vom Heimatbund hatten Monika Lüdtke, Sigrun Krone, Jutta und Dr. Kai Witthinrich, Hanno Rabe, Bernd Meyer, Friedrich Kunrich, Diethard Salzmann, Ulrich Marx, Dr. Sebastian Dittrich und Jochen Rothe als kompetente Navigatoren zur Verfügung gestanden.gho




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