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Positive Stimmung in Sachen Außenhallenausbau / Gundlach: Etwas für die Zukunft bauen

Priemer: "Haben viel Notwendiges erkannt!"

Rehren (la). Die Stimmung gegen den Ausbau der Außenhalle auf dem Gelände der Grundschule ist bei der jü ngsten Sitzung des Schulausschusses und des Umwelt- und Bauausschusses deutlich spürbar gewesen (wir berichteten). Doch den Schul- und Elternwunsch und die mehr als 300 Unterschriften konnten und wollten die Politiker nicht ignorieren. Sie wollten mehr Informationen zu dem geplanten Ganztagsbetreuungskonzept, und so folgten sie jetzt der Einladung des Schulvorstandes und besuchten die Grundschulkinder während der Unterrichtszeit.

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Im Anschluss an den Rundgang durch das Gebäude tauschten sich die Ausschussmitglieder mit dem Schulleiter und einigen Lehrkräften aus. Dabei wurde deutlich, dass die negative Stimmung ins Schwanken geraten ist und die Notwendigkeit des Ausbaus der Außenhalle von einigen Ausschussmitgliedern erkannt wurde. "Wir können nicht gegen das Schulkonzept entschei den", sagte Siegbert Held (WGA). "Jetzt einen Kasten vor den Musikraum zu setzen, wäre wieder ein Flop. Wir müssen in den sauren Apfel beißen und etwas Sinnvolles für lange Zeit schaffen." "Das Umbaukonzept ist lange bekannt. Jetzt soll mit einem Federstrich allesüber den Haufen geworfen werden", entgegnete Bürgermeister Thomas Priemer. "Es stimmt, das Konzept steht schon länger, aber wir haben schon bei ersten Planungen über den Ausbau der Außenhalle nachgedacht. Das wurde dann aber verworfen", sagte Schulleiter Carl Gundlach. Von Seiten der Schule habe man nicht damit gerechnet, dass die Ganztagsbetreuung so schnell kommen würde. Man habe sich erst jetzt richtige Gedanken dazu gemacht. "Wir können jetzt nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen, nur weil wir den Ausbau des Musikraums beschlossen haben, müssen wir nicht zwangsläufig so handeln", appellierte Held. Der Musikraum würde der Schule fehlen, der Ausbau sei für die Mensa nicht notwendig, aber es fehle an Raum für die Ganztagsbetreuung. "Ich gehe davon aus, dass bald 50 Prozent aller Grundschulkinder die Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen. Das zeigt die Erfahrung an anderen Schulen. Auch wird eine Ausweitung auf mehr Tage kommen", so Held. Dafür benötige man ausreichend Platz. "Jetzt bieten die Eltern ihre Unterstützung an und wollen so etwa 20 Prozent der Kosten einsparen helfen. Wenn wir das jetzt ablehnen und in zwei Jahren bemerken, dass wir doch die Außenhalle ausbauen müssen, weil nicht genügend Räume vorhanden sind, werden wir die Elternunterstützung mit Sicherheit nicht mehr bekommen", mahnte Held. In diesem Punkt bekam er vom Bürgermeister recht: "Ich möchte nicht in zwei Jahren wieder hier sitzen und über einen Ausbau diskutieren. Wir befinden uns in einem Planungsprozess, aber es muss eine langfristige Planung werden", so Priemer. "Ich will keine Luftschlösser bauen, sondern etwas für die Zukunft und außerdem etwas, das bezahlbar ist", sagte Gundlach. "Mir ist heute einiges bewusster geworden. Zum Beispiel auch, dass der Schule der Musikraum fehlen würde", sagte Heinrich-Jürgen Ebeling (CDU). Auch Priemer sah den Besuch in der Schule positiv. "Der Besuch und das Gespräch haben viel gebracht. Ich habe viel Notwendiges erkannt", gab der Bürgermeister zu. Die Verwaltung würde dem Verwaltungsausschuss für die Sitzung Anfang Juni zwei Beschlussvorschläge zu dem Thema vorlegen. "Das werden Vorschläge in beide Richtungen sein", so Priemer. In den nächsten Wochen werden die Politiker in den einzelnen Fraktionen noch einmal das Thema erörtern und sich auch interfraktionell beraten.



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