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1100 Fans rocken das Bergbad Bückeburg – Meet & Greet-Marathon für NDZ-Leser

Premiere mit Wohlfühlfaktor

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Autor:

von Lars Andersen

Bückeburg. „In den Sommermonaten gehe ich fast täglich ins Bergbad und schwimme meine Bahnen – dass ich hier in wenigen Minuten mit meinen Jungs ein Konzert gebe, ist der helle Wahnsinn“, freute sich Lords-Gitarrist Jupp Bauer, der bereits im Vorfeld die traumhafte Kulisse an diesem Abend genoss.

Die Idee, eine Schwimmbad-Liegewiese in eine Rock-Arena umzufunktionieren, hatten die beiden Bückeburger Musikliebhaber Lutz Heine und Mathias Walter, die für ihre Veranstaltung eigens die Nordharrl Concerts GbR aus der Taufe hoben. Mit Unterstützung der Stadt Bückeburg, weiteren Institutionen und vieler Freunde stellte das musikbegeisterte Duo in Windeseile ein Open-Air-Event auf die Beine, das jetzt schon nach einer Fortsetzung ruft.

„Bereits kurz nach Veranstaltungsende erreichten uns schon die ersten positiven Reaktionen – besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sogar auch Fans aus Bremen, Braunschweig und Hamburg zu dem Festival angereist sind. Dass es bis 14 Uhr mehr oder weniger stark regnete, hat uns sicher viele Konzertbesucher gekostet. Letztendlich sind wir aber mit der erreichten Besucherzahl zufrieden“, erklärte uns Lutz Heine.

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  • Astrid und Uli meets Sweety Glitter & The Sweethearts.
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  • NDZ-Leser treffen Ex-Genesis-Shouter Ray Wilson.

Für eine Punktlandung nach Maß sorgte zudem ein handverlesenes Line Up, das mit Ex-Genesis-Shouter Ray Wilson, Sweety Glitter & The Sweethearts, den Lords und Schaumburgs Newcomer-Band Jabba’s Cortex bestens besetzt war. Letztere eröffneten die Freiluft-Sause pünktlich um 17 Uhr und sorgten mit einer wohldosierten Mischung Hardrock à la Rage Against The Machine, Led Zeppelin oder Black Sabath für erste Abrock-Versuche auf dem grünen Rasen.

„I’m Singing In The Rain“ hieß es wenig später, als The Lords, bei leichtem Nieselregen, hinter der Bühne ihre Instrumente stimmten. Anmoderiert von keinem geringeren als „Mediaman“ Uli Kniep (NDR Info) sorgte Deutschlands Beatlegende kurze Zeit später für bedrohliche Wellenbewegungen in den Schwimmbecken. Von „Poor Boy“ bis Songs aus ihrem aktuellen Album „Now More Than Ever“ ließ die Setlist des Quartetts keine Wünsche offen. „Was für ein Erlebnis, unsere früheren Idole einmal an die Bühne zu begleiten“, freute sich Astrid Gaier, die zusammen mit ihrem Mann Uli zudem ein Meet & Greet mit Sweety Glitter & The Sweethearts gewannen.

Chapeau! Sweety Glitter

„Schrill, bunt aber einfach geil. Die haben wir schon mehrmals in Hannover im Rahmen des Maschseefestes auf der Löwenbastion live erlebt, aber eben nur vor der Bühne“, freute sich Uli. Was danach passierte, war mehr oder weniger „fast and furious“. Für uns war es das kürzeste Meet & Greet seit 22 Jahren – für Astrid und Uli dennoch ein besonderes Erlebnis. Aus Zeitgründen waren leider nur ein schnelles gemeinsames Foto und ein Hallo möglich. Nachdem die Formation wieder einmal mehr gnadenlos gut in Glamrock-Manier abgeliefert hatte, setzte sich sofort Sweety Glitter mit uns in Verbindung. „Sorry, da hat uns die Zeit einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Sagt den beiden, dass wir sie zu einem unserer nächsten Konzerte einladen“, entschuldigte sich Sweety Glitter. Tolle Geste des Frontmannes, den wir in der Vergangenheit immer als fanorientierten Musiker erlebt haben.

Danach ging es mit „NDR Info“-Moderator Uli Kniep auf direktem Weg zum Interviewtermin mit Ex-Genesis-Shouter Ray Wilson. „Es ist schwer zu sagen, was aus mir geworden wäre, hätte ich nicht dieses eine Album „Calling All Stations“ mit Genesis aufgenommen. Vielleicht wäre ich musikalisch in eine ganz andere Richtung gegangen, vielleicht wäre auch gar nichts aus mir geworden“, verriet er Kniep. Dass Phil Collins nicht gerade begeistert war, dass die restlichen Bandmitglieder ohne ihn weiter auf Tour gegangen sind, ist allgemein bekannt. „Peter Gabriel war es zu diesem Zeitpunkt aber völlig egal“, so Wilson im weiteren Verlauf des Interviews. Dennoch blickt er nicht im Zorn auf seine Genesis-Zeit zurück. „Sonst würde ich auch nicht mit dem Projekt „Genesis Classic“ auf Tour gehen“, verriet uns Ray kurz vor seinem Auftritt. Seine Performance mit Genesis-Klassikern wie „Follow You, Follow Me“, „No Son Of Mine“ oder „I Can’t Dance“ setzte einen würdigen Schlussakkord unter eine gelungene Veranstaltung.



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