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"Industrie-Service Stadthagen" kostet rund 1,4 Millionen Euro

Premiere mit großem Projekt

Stadthagen (mw). Die Paritätische Gesellschaft Behindertenhilfe (PGB) in Stadthagen hat die Grundsteinlegung und das Richtfest für ihren "Industrie-Service Stadthagen" gefeiert. Rund 50 Vertreter der PGB sowie der lokalen Wirtschaft und Politik haben daran gestern teilgenommen. In der neuen Betriebsstätte, Am Helweg 12, sollen Menschen mit psychischen Behinderungen oder Erkrankungen beschäftigt werden (wir berichteten).

Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro koste der mit Eigenkapital und Krediten finanzierte Neubau des "Industrie-Service Stadthagen (ISS)", berichtete PGB-Geschäftsführer Bernd Hermeling. In dem 1200 Quadratmeter großen Betriebsgebäude sollen rund 70 Arbeitsplätze geschaffen werden, von denen 60 an Menschen mit einer psychischen Behinderung beziehungsweise Erkrankung vergeben werden. "Ein solches Projekt haben wir hier im Landkreis Schaumburg noch nicht realisiert", sagte Hermeling. Allerdings habe man bereits eineähnliche Einrichtung in Hameln gebaut. Die Bezeichnung "Industrie-Service Stadthagen" sei gewählt worden, um die entsprechende Kundenzielgruppe anzusprechen. Mit der ISS betreibe die PGB erstmalig "eine Form von Desintegration", indem die psychisch behinderten oder erkrankten Beschäftigten von der Lothar-Wittko-Werkstatt am Stadthäger Ostring "abgekoppelt" werden. Denn bei vielen Betroffenen bestünden "Identifikationsprobleme mit dem klassischen Standort der Werkstatt", an dem geistig behinderte Menschen beschäftigt werden. Das Ziel sei aber weiterhin deren Integration in das Arbeitsleben und gegebenenfalls den Arbeitsmarkt. Die Zukunft verband Hermeling mit seiner Hoffnung, dass die ISS von der Gesellschaft als "eine Bereicherung der sozialen Infrastruktur" wertgeschätzt wird. Architekt Rainer Meßmann informierte darüber, dass das Gebäudes voraussichtlich im Spätherbst fertiggestellt wird. Die Arbeit der PGB sei "unverzichtbar", sagte Eva Burdorf, die erste Kreisrätin des Landkreis Schaumburg. Deren Werkstätten böten ein großes Leistungsspektrum und den dort Beschäftigten Perspektiven. Auch darüber hinaus sei die Institution ein sehr wichtiger Arbeitgeber im Landkreis. Zur Grundsteinlegung mauerte Hermeling ein verschlossenes Kupferrohr an einer Innenwand ein. Dessen Inhalt: eine aktuelle Tageszeitung, ein Bauplan des Gebäudes, eine PGB-Chronik und etwas Kleingeld. Ein Handwerker verkündete kurz darauf den Richtspruch.




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