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200 Besucher bei Konzert des Apelerner Musikvereins / Ohrenschmaus auf der "Sägewerk"-Bühne

Premiere für Bläser - "Klappstuhl" kommt an

Apelern (nah). Knapp 50 junge Instru mentalisten haben sich nachhaltig Gehör verschafft. Vor rund 200 Zuhörern empfahlen sich die Ensembles des Apelerner Musikvereins mit ihren Leistungen. Vorsitzende Petra Kunze-Steiner, die selber regelmäßig zum Saxophon greift, war vom mehr als zweieinhalb Stunden dauernden Konzertnachmittag ganz begeistert: "Es passt hier schon alles gut zusammen."

Damit meinte sie nicht allein die vier auftretenden Gruppen, sondern auch das Ambiente. Denn zum ersten Mal nutzte der Musikverein, der im Lauenauer Gewerbepark seine Unterrichtsräume besitzt, die große Bühne in der Veranstaltungshalle "Sägewerk". Das war auch für das Publikum eine ganz neue Erfahrung: Dank vieler Tischgruppen konnten sie zum Ohrenschmaus gleich Kaffee und Kuchen genießen. Die Hauptarbeit kam unterdessen Renate Droysen von Hamilton zu. Sie leitet die drei Orchester: das Jazzensemble, die Juniorgruppe sowie die erst vor einem Jahr gebildete neue Bläserklasse. Für Letztere war es der erste öffentliche Auftritt überhaupt. "Sie haben ihre Sache gut gemacht", lobte die Dirigentin und verriet, dass einige der jungen Leute erst seit wenigen Wochen als "Seiteneinsteiger" dabei sind. Normalerweise aber formieren sich die Anfänger gemeinsam zu einer insgesamt zweijährigen Ausbildung. Nächster Start wird im März 2009 sein. "Dafür liegen uns schon jetzt Anmeldungen vor", staunte Kunze-Steiner. Der zweite vereinsinterne Schritt führt von der Bläserklasse ins Junior-Ensemble. Das kann mit seinen rund 20 Mädchen und Jungen schon ein beachtliches Repertoire aufbieten. Zudem stellen sie sich beim Jahreskonzert stets einer besonderen musikalischen Herausforderung: "Das Experiment ist geglückt", atmete die Leiterin anschließend hörbar auf. Den Abschluss der Darbietungen bildete das Orchester, das als Jazzensemble dem inzwischen fast 60 Jahre alten Verein der Riesbachgemeinde heute einen ganz modernen Stempel aufdrückt. "Die alte Musikrichtung hatte leider keine Zukunft", bemerkt die Vorsitzende, die früher selber der alten Formation angehört hatte. Heute freut sie sich über die erfolgreiche Neuorientierung: Der Zulauf von Musikschülern sei groß und - was auch wichtig ist - kontinuierlich. Einige von ihnen sind so begeistert bei der Sache, dass sie sich schon als eigenständige Band verabredet haben. Fünf junge Leute hinterließen einen prächtigen Eindruck und dürften nicht nur dank ihrer Eigenkompositionen im Gedächtnis der Zuhörer haften bleiben, sondern auch wegen ihres selbstgewählten Namens: "Klappstuhl".




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