weather-image
14°

Preiß’ Block rettet den HF Springe den Sieg

SPRINGE. Nach den zwei Niederlagen in den Topspielen der 3. Liga Nord gegen Hamburg und in Altenholz sind die Handballfreunde Springe zurück in der Spur – allerdings nur ergebnismäßig. Denn überzeugend spielten sie beim 30:29 (17:9)-Heimsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt II nur zwischen der 10. und 30. Minute.

Tim Otto (Mi.), der sich hier gegen die Flensburger Marlon Runow (l.) und Jannek Klein durchsetzt, war mit sechs Treffern der beste Springer Werfer. Foto: Bertram
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Verunsicherung nach den beiden Pleiten zuvor war den Gastgebern vor 326 Zuschauern schon in der Anfangsphase anzumerken. Sie produzierten einige technische Fehler, leisteten sich ein paar schwache Würfe – und lagen 0:3 hinten (4.). Doch dann fingen sie sich, machten mit fünf Toren in Folge aus einem 2:4-Rückstand (9.) eine 7:4-Führung (14.). Sie bauten den Vorsprung aus. Denn weil die Abwehr gut stand und Adam Weiner stark hielt, kamen sie zu einfachen Toren. Besonders in den drei Minuten vor der Pause, als Maximilian Schüttemeyer und Tim Otto mit je zwei Treffern den Acht-Tore-Vorsprung zur Pause herauswarfen.

Jetzt schien es nur noch um die Höhe des Sieges zu gehen. Doch in dem Maße, in dem die jungen Flensburger sich jetzt steigerten, bauten die Springer ab. Im Angriff scheiterten sie reihenweise am jetzt überragenden SG-Torwart Tim Lübker. Dazu kam „ein schlechtes Rückzugsverhalten“, sagte HF-Rechtsaußen Nils Eichenberger. Das nutzte vor allem Flensburgs Jannek Klein mit sechs Treffern allein in der zweiten Halbzeit.

Die Gäste arbeiteten sich auf 21:19 heran (43.). Springe legte noch einmal eine Zahn zu und setzte sich wieder auf 25:21 ab (50.). Aber Flensburg blieb dran, schaffte in der 58. Minute den Anschlusstreffer zum 29:28. HF-Coach Oleg Kuleshov nahm eine Auszeit, Tim Otto, trotz gerade erst auskurierter Grippe stärkster Springer, traf 67 Sekunden vor Schluss zum 30:28.

Flensburgs Torhüter Tim Lübker brachte die Springer nach dem Seitenwechsel zur Verzweiflung. Foto: Bertram
  • Flensburgs Torhüter Tim Lübker brachte die Springer nach dem Seitenwechsel zur Verzweiflung. Foto: Bertram

Flensburgs Simon Hennig verkürzte noch einmal. Es blieben noch 35 Sekunden zu spielen. Statt den Ball so lange wie möglich in den eigenen Reihen zu halten, zeigten die Gastgeber Nerven. Schon nach sechs Sekunden schloss Maximilian Schüttemeyer mit einem harmlosen Wurf ab. Jetzt nahm SG-Coach Sascha Zollinger eine Auszeit, brachte für die letzten 25 Sekunden einen siebten Feldspieler.

Klein, der überragende Feldspieler der zweiten Halbzeit, nahm sich den letzten Wurf – und wurde von Sebastian Preiß geblockt. „Wir können am Ende froh sein über den knappen Sieg. Das war nach den beiden Niederlagen vorher sehr wichtig für uns“, sagte Kapitän Fabian Hinz – nach großem Jubel war allerdings keinem Springer zumute.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare