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Kreisjägerschaft will sich weiterhin nicht gegen Jagdsteuer-Abschaffung einsetzen / Gutes Verhältnis zu Bürgern und Politik

Praktiker vor Ort, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen

Landkreis (jp). Die Kreisjägerschaft Schaumburg wird sich auch weiterhin nicht für eine Abschaffung der Jagdsteuer einsetzen. Er habe zwar vor zwei Jahren einer Resolution beim Landesjägertag mit eben diesem Ziel zugestimmt, erklärte der Vorsitzende Henning Holzhausen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft im Bückeburger Rathaussaal. Allerdings habe sich dann im niedersächsischen Landtagswahlkampf von allen befragten Parteien nur die FDP ausdrücklich für die Streichung ausgesprochen. "Vor diesem politischen Hintergrund werde ich mich nicht als Don Quichotte in den Kampf gegen Windmühlen begeben", so Holzhausen. Das Vertrauen, das sich die Jäger in den politischen Gremien erarbeitet hätten, dürfe nicht gefährdet werden.

Geehrt für 50 Jahre Mitgliedschaft (v.l.): Gert Dieter Stephan,

Vertrauen sieht Henning Holzhausen auch im Verhältnis der Jäger mit den Bürgern. "83 Prozent der Bevölkerung befürworten die Jagd, und 98 Prozent verurteilen Aktionen militanter Jagdgegner." Die Jagdpraxis in Deutschland habe sich immer an der Nachhaltigkeit orientiert, wie sie auch in der UNO-Resolution von 1992, dem sogenannten Rio-Abkommen, gefordert wird. "Wir sind Praktiker vor Ort, die ihren nachweisbaren Beitrag zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt leisten." Diese Position hatte man auch erstmalig bei der Regionalschau in Stadthagen dargestellt. In eine ganz andere Richtung zielte ein Engagement der Kreisjägerschaft speziell am Tag ihrer Jahreshauptversammlung: Aufgrund der zeitgleich im Palais an der Herminenstraße stattfindenden Typisierung warben die Waidmänner mit ihrem Infomobil sowie einem Platzkonzert ihres Jagdhornbläsercorps für die Aktion "Bückeburg - eine Stadt lässt sich typisieren". Während der Jahreshauptversammlung wurden im Rathaussaal Spenden für die Typisierung gesammelt, und noch kurz vor 16 Uhr verließen zahlreiche, kurzentschlosseneJäger die Zusammenkunft ihres Kreisverbandes, um sich im Palais fünf Milliliter Blut aus der Vene ziehen zu lassen. Mehrere Mitglieder wurden an diesem Nachmittag für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Seit jeweils 40 Jahren halten Wilhelm Wilkening, Günther Aschemann, Wilhelm Rinne und Heinrich Engelking der Kreisjägerschaft die Treue. 50 Jahre sind es bei Gert Dieter Stephan, Wilhelm Busche und Ernst Drinkuth.



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