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Das Kaiserwetter beschert dem Bauwerk einen Besucheransturm / Erklärtes Ziel: Touristen länger in Kleinenbremen halten

"Postkarten-Idylle" an der Hartingschen Wassermühle

Kleinenbremen (mig). Die Hartingsche Wassermühle hat am 15. deutschen Mühlentag vielen hundert Besuchern eine Postarten-Idylle geboten. Der sanft plätschernde Mühlbach, die grünen Wiesen und die schattigen Eichen luden zum Verweilen, auf dem Programm standen neben einer Besichtigung des Mahlbetriebs auch Big-Band-Musik von "Star Dust" und Vorführungen der TUS Tanz- und Trachtengruppe Kleinenbremen. Im Mühlenkreis Minden-Lübbecke beteiligten sich insgesamt 35 Wind-, Wasser-, Ross- und Schiffsmühlen an der Aktion, bundesweit nahmen 1022 Mühlen teil.

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Das herrliche Wetter am Pfingstmontag hatte nicht nur für einen gut besuchten Open-Air-Gottesdienst gesorgt, sondern auch viele Radfahrer nach Kleinenbremen gelockt. "Wir wollen heute noch andere Mühlen besuchen", sagt das Ehepaar Diekmann aus Minden, "mal sehen, wie viele wir schaffen." Entlang der Westfälischen Mühlenstraße wurde das Mühlentag-Angebot gerne genutzt, die Organisatoren waren hochzufrieden. "Dass wir so ein schönes Wetter haben, ist einfach großartig", freute sich auch Walter Caselitz, langjähriger Vorsitzender des Heimatvereins Kleinenbremen. "Wir machen das zum 18. Mal und sind inzwischen ein eingespieltes Vorbereitungs-Team von 10 bis 15 Personen." Der Heimatverein Kleinebremen hat die 1966 stillgelegte Mühle im Jahr 1990 gepachtet und in den folgenden zehn Jahren in den heutigen, betriebsbereiten Zustand versetzt. Ebenfalls auf den Weg gebracht haben die rührigen Heimatfreunde den Wiederaufbau eines Backhauses und die Restaurierung der Mönckhoff'schen Wassermühle. "In der Wassermühle fehlt aber noch das Herzstück, die Turbine. Das ist aber im Werden", zog Caselitz eine Zwischenbilanz. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll auch die geplante Energie- und Kulturwerkstatt in die Räumlichkeiten einziehen. In Zukunft setzt der Heimatverein noch mehr als bisher auf die Vernetzung mit örtlichen und überregionalen Institutionen. "Wir arbeiten eng mit dem Museum für Bergbau und Erdgeschichte zusammen und koordinieren unsere Vorhaben", sagt Caselitz. Ziel müsse es, Touristen länger in Kleinenbremen zu halten und ihnen innerhalb der Woche mehr anzubieten. "Die Anfänge sind da. Das Ganze muss auf eine professionelle, kommerzielle Schiene gestellt werden", so Caselitz. Wie professionell das "eingespielte Team" des Heimatvereins schon jetzt ist, zeigte sich während der Veranstaltung. Trotz des großen Andrangs waren die Mitglieder jederzeit gewappnet, es gab "Botterkauken", Erbsensuppe und Getränke. Walter Kunz und Werner Wippermann führten Besucher durch die einzelnen Räume, besichtigt werden konnte beispielsweise der Mahlgang, der Läuferstein oder das Dorfmuseum. Ausruhen konnten die Gäste dann im Schatten des 3,80 Meter hohen Wasserrades. Wie vor 200 Jahren plätscherte der Mühlenbach, genutzt wird seine Kraft heute von der Energie-Siedlung "An den Forellenteichen" (Wasser-Wasser-Wärmepumpe). Der nächste Mahl- und Backtag in der Hartingschen Wassermühle ist am Sonntag, 13. Juli. Bei der "Volksmusik an der Westfälischen Mühlenstraße" spielen am 24. August die "Schlingborner Musikanten Hohenrode".



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