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Kreisverwaltung will loslegen, sobald Gesetzesverfahren beginnt / Wahrscheinlicher Termin: Nach den Osterferien

Post für die Eltern: Gesamtschul-Befragung vor dem Start

Landkreis (jl). Wenn alles gut läuft, wird die Kreisverwaltung nach den Osterferien rund 7000 Fragebögen an die Eltern der Grundschüler im Landkreis verteilen. Das wäre der erste Schritt zur Gründung einer weiteren Gesamtschule im Land kreis. Der Termin nach den Osterferien erscheint realistisch, weil die entscheidendeÄnderung im Schulgesetz voraussichtlich im April den Landtag in Hannover passiert.

Die Befragung hatten die Kreisgremien Ende vergangenen Jahres beschlossen. Die Kreisverwaltung hat das Ergebnis ihrer Hausaufgaben am Montag in der Sitzung des Schulausschusses vorgelegt. Die Eltern bekommen da auf mehreren DIN-A4-Blättern viele Informationen zum Thema Gesamtschule und eben den "Erfassungsbogen zur Bedürfnisfeststellung für die Errichtung von Gesamtschulen im Landkreis Schaumburg". Auf diesem sollen bei den Grundschuleltern die angepeilte oder aufgrund der Laufbahnempfehlung mögliche Schulform sowie der bevorzugte Standort für eine Gesamtschule ausgelotet werden. Das Ergebnis der Umfrage wird nach Angaben der Ersten Kreisrätin Eva Burdorf die Planungsbasis für ein kreisweites Schulkonzept, in dem die neue Gesamtschule ihren Platz bekommen soll. Wie berichtet, haben dafür unter anderem die Schulzentren Rodenberg, Obernkirchen und Helpsen ihren Hut in den Ring geworfen. Die Kreisverwaltung setzt in dieser Frage wegen möglichst geringer Umbaukosten auf die großen Schulzentren und nicht auf die großen Städte im Südkreis (Bückeburg, Rinteln), die Bernd Wolf vom Kreiselternrat als Standorte in die Diskussion brachte. Nach Informationen von Ausschussmitglied und CDU- Fraktionschef Gunter Feuerbach wird die Streichung des Er richtungsverbotes im Schulgesetz eines der ersten Vorhaben im Landtag. Mit der Gesetzesänderung solle im April begonnen werden. Vor der ersten Lesung und damit vor den Osterferien, was theoretisch noch möglich wäre, sollen die Fragebögen nicht verteilt werden. Das ist die Haltung der Kreisverwaltung nach einem Briefwechsel mit dem Kultusministerium in Hannover. Falls die Fragen andere Nuancen enthielten als die Gesetzänderung, könnte die Aktion leicht für die Katz sein. An der Aufmachung der Bögen gab es aus dem Ausschuss keine Kritik. Die Kreispolitiker setzen auch noch immer auf den Starttermin 1. August 2008 für die neue Schule, also nach den Sommerferien. Weiter hat das Ministerium auf eine entsprechende Frage klargestellt, dass am neuen Gesamtschulstandort vereinfacht ausgedrückt das dreigliedrige Alternativangebot nicht in unmittelbarer Nachbarschaft stehen muss, sondern dass es in angemessener Entfernung, also durchaus im Nachbarort, erreichbar sein muss. Ferner gibt es eine Möglichkeit, Kinder aus dem unmittelbaren Einzugbereich einer Gesamtschule bei der Aufnahme zu bevorzugen -sofern mehr Bewerber als Plätze vorhanden sind. Dann würden diesen Kindern Plätze zugeteilt und die weiter entfernt wohnenden Bewerber einem Auslosungsverfahren unterzogen.




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