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Zwischen sexueller Belästigung und Wohnungssuche: Helfende Beamte mit Rat und Tat für Bürger da

Positives Echo auf Stadthäger "Stadtwache"

Stadthagen (sk). Seit zehn Tagen ist die Stadtwache am Markt - besetzt mit Stadtmitarbeitern und Polizeibeamten - geöffnet und bereits rege in Anspruch genommen worden. Im Büro finden Bürgerinnen und Bürger an den Wochenmarkttagen, also dienstags, donnerstags und sonnabends, von 8.30 bis 12.30 Uhr kompetente Ansprechpartner.

Die Anliegen sind ganz verschieden. Eine Frau, die sich von einem Mann belästigt fühlte, hat sich in der Stadtwache ebenso gemeldet wie ein älteres Ehepaar, das erwägt, nach Stadthagen zu ziehen und eine geeignete Wohngegend empfohlen haben wollte. Anrufe treffen außerdem vom Polizeikommissariat an der Vornhäger Straße ein, etwa, wenn dort ein Vorfall gemeldet und ein Beamter aus der Stadtwache schnell auf dem Markt nach dem Rechten schauen soll. Allerdings sei die Stadtwache "keine Außenstelle der Polizei", grenzte Axel Bergmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Stadthäger Polizeikommissariat, gestern die Zuständigkeit des Büros am Markt ein. Die schriftliche Aufnahme eines Fahrraddiebstahls, die nur zehn Minuten beansprucht, könne zwar am Markt erledigt werden, alle Delikte, deren Bearbeitung mehr Zeit erfordere, müssten jedoch im Kommissariat an der Vornhäger Straße behandelt werden. Das Projekt Stadtwache, in dem die Polizei und das Amt für Ordnungs- und Bürgerdienste gemeinsam für Sicherheit und Sauberkeit in der Innenstadt sorgen wollen, umfasst mehr als nur das Büro. Dieses sei vielmehr Ausgangspunkt für gemeinsame Aktionen, so Polizist Wilhelm Wedemeier. Regelmäßig wolle man unter anderem Rundgänge durch die Innenstadt unternehmen, unangenehm auffallende Zeitgenossen im Blick behalten. Auch auf Kinderspielplätzen wolle man nach dem Rechten sehen, auf die Einhaltung von Lieferzeiten in der Fußgängerzone achten und das Fahrradfahren auf dem Wochenmarkt unterbinden, das Marktbesucher behindere und gefährde. Schilder auf der Niedernstraße und am östlichen Markplatzrand weisen auf das Fahrverbot hin. Ein weiteres Problem auf dem Wochenmarkt stellen Hunde dar, die ausgelegtes Obst und Gemüse beschnüffeln oder gar über Blumenkisten ihr Bein heben. Auch hier müsse Abhilfe geschaffen werden, so Stadtmitarbeiterin Barbara Erhardt. Die geplanten Außendienste sollen aber keinesfalls zulasten der Anwesenheit im Büro gehen. Über ein positives Echo auf die Stadtwache freuten sich Erhardt und Polizist Bernd Lichtblau gestern Morgen auf dem Markt. Eine Frau, die am vergangenen Wochenende im Büro Hilfe gefunden hatte, sprach den Ordnungshüter und die Stadtmitarbeiterin auf die Einrichtung der Stadtwache an, freute sichüber "den kleinen Dienstweg" und meinte: "Ich finde das sehr in Ordnung."




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