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Polizeistatistik Bad Münder: Zahl der Unfälle gestiegen

BAD MÜNDER. Zwei Tote, 23 Schwerverletzte, insgesamt mehr Unfälle – die Bilanz der Polizei für den Zuständigkeitsbereich des Kommissariats Bad Münder kann nicht zufrieden stimmen. Kommissariatsleiter Ulrich Mathies weiß das, aber er weiß auch um die Grenzen der Präventionsbemühungen der Polizei.

Der einzige tödliche Verkehrsunfall im Stadtgebiet: Im Mai starb eine Frau auf der Landesstraße zwischen Unsen und Hasperde.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

„Da kann man noch so viel Zeit und Energie in Präventionsarbeit stecken – aber Verkehrsunfälle, gerade schwere oder sogar tödliche Verkehrsunfälle zu 100 Prozent zu verhindern, das geht nicht“, sagt Mathies.

Von 662 Unfällen 2015 auf 700 Unfälle im vergangenen Jahr stieg die Gesamtzahl an. Erneut an, denn schon im Jahr 2015 war die Zahl deutlich höher gewesen als im Vorjahr.

Von den beiden tödlichen Unfällen ereignete sich einer im Bereich Thüste-Wallensen, ein Motorradfahrer kam ums Leben. Bei dem anderen tödliche Unfall starb eine Frau zwischen Hasperde und Unsen, als ihr Fahrzeug auf gerader Strecke gegen einen Straßenbaum prallte und Feuer fing.

Bei den Unfällen mit Schwerverletzten stieg die Zahl von 22 im Vorjahr auf 23 an. Ein Tag des Jahres blieb den Einsatzkräften dabei besonders im Gedächtnis: Am 10 September wurden sie innehalb weniger Stunden gleich zu drei schweren Verkehrsunfällen im Raum Bad Münder gerufen, bei denen acht Menschen zum Teil schwer verletzt wurden – zwei Männer schwebten vor Ort in Lebensgefahr. In Hamelspringe war eine Radfahrerin von einem Auto erfasst worden, bei Nienstedt ein Motorradfahrer in den Gegenverkehr geprallt und zwischen Brullsen und Hachmühlen war ein BMW mit hoher Geschwindigkeit an einem Straßenbaum zerschellt.

Abgenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der bei Unfällen leicht verletzten Personen, von 70 im Vorjahr auf 65 sank ihre Zahl. Deutliche Rückgänge gab es auch bei Unfällen mit Radfahrern – von 23 auf zehn sank ihre Zahl. Drei Fußgänger wurden bei Unfällen verletzt, im Jahr zuvor noch neun.

Im Blick hat die Polizei auch die Zahl der Unfallfluchten. „Diese Verhaltensweisen sind Straftaten und werden vehement verfolgt“, hatte Inspektionsleiter Ralf Leopold erst kürzlich bei der Vorstellung der Zahlen für den Inspektionsbereich deutlich gemacht – und auch für das Kommissariat gilt diese Ansage: „Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagt Mathies. Von 130 auf 151 Fälle im vergangenen Jahr stieg die Zahl. 52 Fälle konnten aufgeklärt werden – auch, weil sich das Bewusstsein verändert habe. Selbst bei vermeintlichen Bagatellschäden auf Parkplätzen seien Zeugen schneller bereit, sich zu melden und Hinweise auf den Verursacher zu geben.

Dass sich die Zahl der Wildunfälle von 157 auf 133 reduziert hat, zählt zu den positiven Aspekten. Dabei sei festzustellen, dass es im Bereich Bad Münder keine Schwerpunkte für Wildunfälle gebe.

Einen Schwerpunkt in der Präventionsarbeit will die Polizei auch weiterhin setzen: Die Aufklärung über zentrale Gefahren – neben überhöhter Geschwindigkeit auch Alkohol und Drogen am Steuer, Gurtverstöße und die Nutzung von Handys und Smartphones wärend der Fahrt. „Man muss den Leuten das immer wieder ganz klar sagen: Ihr verursacht Unfälle“, so Matthies.



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