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Polizei warnt vor Enkeltrick

Insgesamt zehn "Enkeltrick"-Anrufe, davon allein sechs in Burgdorf, sind im Dezember zur Anzeige gebracht worden - in allen Fällen sind die Betrüger allerdings dank der pfiffigen Seniorinnen und Senioren nicht zum Zuge gekommen und leer ausgegangen. Am Freitag, 11. Dezember, wandte sich ein 88-Jähriger aus Bennigsen an die Polizei, nachdem er kurz zuvor einen Anruf seines angeblichen Enkels Stephan erhalten hatte. Der vermeintliche Stephan gaukelte ihm vor, kurzfristig und leihweise für ein Anlagegeschäft 30 000 Euro zu benötigen. Der Senior durchschaute den Anrufer, ging aber zum Schein auf die Geldforderung ein und verständigte dann die Polizei. In der Folge kam es allerdings dann nicht mehr zu einem weiteren Anruf des falschen Enkels. So oder so ähnlich liefen auch die neun weiteren Telefonate laut Angaben der Polizei ab - Trickbetrüger gehen geschickt und erfinderisch vor, verwickeln überwiegend ältere Menschen am anderen Ende des Telefons gekonnt in Gespräche und versuchen, ihnen Informationen zu entlocken. Wenn es den Tätern gelingt, man ihnen vielleicht sogar einen Namen nennt oder eine Geschichte an die Hand gibt, bieten sich ihnen gute Plattformen, um mit der Masche des "Enkeltricks" als falscher Bekannter, Schwager, Enkel oder vermeintliche Nichte um Geld zu bitten. Meist wird ein finanzieller Notfall, die Anschaffung einer Wohnung, der Kauf eines Autos oder - wie in Bennigsen geschehen - ein aktuelles Anlagengeschäft vorgetäuscht, um so übergangsweise und kurzfristig an Geld zu kommen. Hat die Masche Erfolg, dann ist der angebliche Verwandte stets verhindert, wenn es um das Abholen des Geldes geht und schickt eine andere Person vorbei. Bei den aktuellen zehn Fällen waren die Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 79 und 95 Jahre alt aus Burgdorf, Springe (ein Versuch), Ricklingen (zwei Versuche) und Bothfeld auf der Hut, durchschauten die Trickbetrüger, beendeten das Telefonat oder gingen nur zum Schein auf die Trickbetrüger ein und verständigten die Polizei. Die rät Bürgern, misstrauisch zu sein, wenn sie einen Anruf von einem angeblichen Verwandten erhalten, die in finanzieller Notlage stecken. Der Verwandte sollte dann unter der üblichen Telefon- oder Handynummer anrufen - nicht die vom Anrufer hinterlassene - um den Sachverhalt zu klären.

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